Geschichte
Corvinul Hunedoara ist ein rumänischer Fußballverein aus Hunedoara, Siebenbürgen. Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte waren der Sieg beim Cupa României 2023/24 und die Teilnahme am UEFA-Pokal 1982/83.
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Corvinul Hunedoara wurde im Jahr 1921 gegründet. Der Verein wurde nach der Burg Hunedoara benannt, die auf Rumänisch Castelul Corvinilor (Burg der Corviner) heißt. Er trat zunächst nicht überregional in Erscheinung: Es gelang ihm weder in den 1920er-Jahren, sich über die regionalen Meisterschaften für die Endrunde um die rumänische Fußballmeisterschaft zu qualifizieren, noch in den 1930er-Jahren, den Aufstieg in die neugegründeten Ligen Divizia A, Divizia B und Divizia C zu schaffen. Erstmals spielte der Klub unter seinem neuen Namen Uzinele de Fier Hunedoara in der Saison 1943/44 in der Cupa Eroilor (Pokal der Helden) ein überregionales Turnier, das während des Zweiten Weltkrieges anstelle der Divizia B ausgetragen wurde.
Nach Kriegsende wurde der Verein in die Divizia C eingeordnet und konnte sich in der Saison 1946/47 für die Teilnahme an der Divizia B qualifizieren. Aufgrund einer Reform des Spielbetriebes (die Divizia B wurde von vier auf zwei Staffeln reduziert) musste UF Hunedoara aber schon 1948 wieder absteigen. Im selben Jahr wurde der Name in IMS Hunedoara geändert. Nach einem weiteren Jahr in der Divizia C, in dem der Wiederaufstieg knapp verpasst wurde, spielte der Klub in der Folgezeit lediglich in regionalen Ligen, da die Divizia C zu jener Zeit nur sporadisch ausgetragen wurde.
Im Jahr 1950 änderte der Verein erneut seinen Namen und spielte fortan als Metalul Hunedoara, da er sich der metallverarbeitenden Industrie der Stadt angegliedert hatte. Im Jahr 1952 gelang ihm die Rückkehr in die Divizia B, wo nach nur einem Jahr der Durchmarsch ins Oberhaus perfekt gemacht wurde. Am Ende der Saison 1954 musste Metalul aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Locomotiva Târgu Mureș wieder absteigen.
In den folgenden Jahren spielte der Klub in der Divizia B. Im Jahr 1956 änderte er seinen Namen in Energia Hunedoara, ehe im Jahr 1957 der ursprüngliche Name Corvinul Hunedoara wieder angenommen wurde. Nach mehreren vergeblichen Anläufen, in die Divizia A zurückzukehren, war Corvinul im Jahr 1960 erfolgreich. Wie schon acht Jahre zuvor, stieg der Klub am Ende der Saison 1960/61 – diesmal aber Tabellenletzter – sofort wieder ab. Schon ein Jahr später folgte der nächste Abstieg und Corvinul fand sich in der Drittklassigkeit wieder.
Im Jahr 1963 änderte der Verein erneut seinen Namen in Siderurgistul Hunedoara (deutsch: Hüttenarbeiter). Im Jahr 1964 erreichte er das Viertelfinale im rumänischen Pokal, wo er nach Siegen gegen Dinamo Pitești und CSMS Iași schließlich an Crișul Oradea scheiterte. Ein Jahr später wechselte der Klub seinen Namen wieder zu Metalul Hunedoara und konnten nach mehreren vergeblichen Anläufen im Jahr 1967 in die Divizia B zurückkehren.
Nach der erneuten Umbenennung in Corvinul Hunedoara (1970) spielte der Klub unbeständig in der Divizia B um Aufstieg und Klassenerhalt mit. In der Saison 1975/76 wurde der Verein in einen Fußballklub umgewandelt und schaffte die Rückkehr in die Divizia A. Ein Jahr später stieß mit Mircea Lucescu ein Spieler, dessen Karriere sich dem Ende zuneigte, zum Verein. In der Hinrunde der Saison 1978/79 unterstützte er Ilie Savu als Co-Trainer, bevor er ab der Winterpause als Spielertrainer fungierte. Lucescu konnte den Abstieg 1979 nicht verhindern, jedoch gelang 1980 der direkte Wiederaufstieg. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass der Anfang der 1980er-Jahre zur erfolgreichsten Zeit von Corvinul wurde. Im Jahr 1981 wurde Lucescu in Personalunion Nationaltrainer, ehe er sich ab 1982 ganz der Nationalmannschaft widmete.
Schon in der Saison 1980/81 gelang der Sprung auf den 6. Platz, der in der darauffolgenden Saison 1981/82 mit dem 3. Platz und der Qualifikation zum UEFA-Pokal getoppt wurde. Im UEFA-Pokal erreichte Corvinul nach einem Sieg über den Grazer AK die zweite Runde, schied aber gegen den FK Sarajevo aus. In den darauffolgenden Jahren konnte die Mannschaft diesen Erfolg nicht mehr wiederholen und stieg nach einigen Jahren im Mittelfeld am Ende der Saison 1991/92 in die Divizia B ab. Der Klub verpasste 1995 unter Trainer Ioan Petcu als Zweitplatzierter seiner Staffel den Aufstieg in die Divizia Națională, nachdem das Relegationsspiel gegen Sportul Studențesc, den Drittletzten der Divizia Națională 1994/95, mit 0:1 verloren ging.
Die letzten Spieler aus der eigenen Jugend, die auch in der Nationalmannschaft zum Einsatz kamen, bevor sie zu Hauptstadtvereinen und später ins Ausland wechselten, waren Ovidiu Cornel Hanganu und Bogdan Lobonț. Der Klub geriet ab 2001 durch die laufenden Kosten finanziell immer stärker unter Druck, zumal erst im November 2009 ein Zivilgericht den Anspruch auf den vereinbarten 30-%-Anteil an dem Gesamttransfererlös in Höhe von drei Millionen US-Dollar, den Rapid Bukarest von Ajax Amsterdam für Bogdan Lobonț erhalten hatte, endgültig bestätigen sollte. Die wenigen Talente, die noch den Durchbruch schafften, mussten daher weit unter dem eigentlichen Marktwert verkauft werden. Außerdem wurde der langjährige Vereinssponsor, das örtliche Eisenwerk, 2004 von der Mittal Steel Company übernommen, was ebenfalls eine Kürzung der finanziellen Mittel zur Folge hatte.
Finanzielle Schwierigkeiten
Im November 2004 wurde Corvinul aus der Meisterschaft 2004/05 ausgeschlossen, da er ausstehende Spieler- und Trainergehälter in Höhe von 48.000 Euro nicht bezahlen konnte und zudem 250.000 Euro dem rumänischen Staat schuldete. Da sich kein Investor fand, um diese Summen zu begleichen, wurde der Verein aufgelöst. Stattdessen gründeten die örtlichen Behörden unter der Führung von Bürgermeister Nicolae Schiau und mit der finanziellen Unterstützung des Alteisenhändlers Florin Uscatu im Sommer 2005 einen neuen Verein namens FC Corvinul 2005 Hunedoara. Dieser übernahm das Zweitligastartrecht von CS Deva und erhielt von der Stadt die Nutzungsrechte für das Stadionul Michael Klein, so dass Corvinul unter dem neuen Trainer Ioan Petcu in die Folgesaison 2005/06 gehen konnte.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 12 | Adrian Franculescu | 0 | 0 |
| 21 | Codrut Sandu | 10 | 0 |
| 33 | Dringa | 0 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 5 | Mo Abualnadi | 4 | 0 |
| 13 | Flavius Iacob | 10 | 0 |
| 15 | Mihajlo Ivancevic | 6 | 1 |
| 18 | Florin Ilie | 8 | 0 |
| 30 | Antonio Manolache | 0 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 8 | Dragos Albu | 2 | 0 |
| 10 | Alexandru Neacsa | 0 | 0 |
| 11 | Roger | 0 | 0 |
| 16 | Gabriel Apur | 0 | 0 |
| 17 | Eduard Cioaza | 0 | 0 |
| 22 | Andrej Fabry | 10 | 1 |
| 23 | Ion Cararus | 0 | 0 |
| 47 | Gideon Uche Goodlad | 8 | 2 |
| 70 | Ronaldo Deaconu | 4 | 0 |
| 97 | Denis Hrezdac | 5 | 0 |
| 97 | Denis Zanc | 0 | 0 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 9 | Renato Espinosa | 9 | 1 |
| 14 | Muhammed Hayatu | 5 | 0 |
| 19 | Nicolae Pirvulescu Daniel | 0 | 0 |
| 20 | Sergio Ribeiro | 0 | 0 |
| 29 | Emmanuel Okoro | 1 | 0 |
| 32 | Angel Gillard | 10 | 1 |
| 41 | Mario Bratu | 5 | 1 |
| 99 | Emmanuel Yeboah | 10 | 1 |