Geschichte
Die Spielvereinigung Greuther Fürth, abgekürzt SpVgg Greuther Fürth, bis Juni 1996 Spielvereinigung Fürth (SpVgg Fürth), ist ein Sportverein aus Fürth, der vor allem durch seine Fußballabteilung bundesweit bekannt ist. Die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte sind die drei deutschen Meistertitel in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Wegen der Fusion mit Tuspo Fürth – dem früheren TSV 1895 Fürth – im Jahr 2003 kann die Spielvereinigung als einziger deutscher Fußballverein nicht nur Meistertitel unter dem Dach des DFB aufweisen, sondern auch die Fußballmeisterschaft 1920 des Arbeiter-Turn- und Sportbundes (ATSB). In den Saisons 2012/13 und 2021/22 spielte der Verein in der Bundesliga. Die erste Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Sportpark Ronhof im Stadtteil Ronhof aus und spielt in der 2. Bundesliga, deren Ewige Tabelle der Verein anführt.
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Anfangszeit (1903–1914)
In den Anfangsjahren des Fußballs entstanden in vielen Turnvereinen Fußballabteilungen, so auch beim TV Fürth 1860, deren Fußballer am 23. September 1903 im Gasthaus Balzer in der Gustavstraße 61 eine Spielvereinigung in deren Verein gründeten. Wegen der geringen Unterstützung der neuen Abteilung durch den Hauptverein wurde am 21. November 1906 die Loslösung und Gründung eines eigenen Vereins als Spielvereinigung Fürth beschlossen. Nach und nach wurden im neuen Verein weitere Abteilungen gegründet, u. a. Leichtathletik (1907), Ski, Gesang (1911), Tennis (1912), Schwimmen, Radsport, Handball (1920). 1914 war die SpVgg Fürth mit mehr als 3000 Mitgliedern größter deutscher Sportverein und der Ronhof galt als die beeindruckendste Sportanlage im Kaiserreich.
Drei Meistertitel (1914–1929)
Bald stellten sich die ersten großen Erfolge ein. Von 1909 bis 1914 spielte der Verein in der Ostkreisliga, konnte dort zwischen 1912 und 1914 dreimal in Folge Meister werden und sich so für die Endrunde um die süddeutsche Meisterschaft qualifizieren. Diese konnten die Fürther 1914 im dritten Anlauf gewinnen und nahmen so erstmals an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil.
Dort erreichten sie sogleich das Finale, wo sie in Magdeburg auf den VfB Leipzig trafen. In einem Marathonspiel stand es nach 90 Minuten 1:1 und das Spiel ging in die Verlängerung, wo die Fürther zum zweiten Mal in Führung gingen, der VfB Leipzig aber nur wenig später den erneuten Ausgleich erzielte. Nach 120 Minuten wurde nach damaligen Regeln die Verlängerung jeweils um zehn weitere Minuten verlängert, bis eine Entscheidung fällt. Diese gelang den Fürthern schließlich in der 153. Spielminute, als Karl Franz das 3:2 erzielte.
Aufgrund des Ersten Weltkrieges wurden in den folgenden Jahren keine Meisterschaftsspiele ausgetragen, so dass erst sechs Jahre später wieder um die deutsche Meisterschaft gespielt wurde. Die Fürther waren als Titelverteidiger automatisch für die Endrunde 1920 qualifiziert und erreichten, obwohl sie vier Spieler der Meistermannschaft im Krieg verloren hatten, erneut das Finale. Dort unterlagen sie in Frankfurt gegen den fränkischen Rivalen vom 1. FC Nürnberg mit 0:2. Beide Mannschaften gehörten zu den stärksten ihrer Zeit, jedoch durfte immer nur ein süddeutscher Verein an der Meisterschaftsendrunde teilnehmen. Gegenüber den Nürnbergern zog Fürth hier meistens den kürzeren, bis 1925 die Regeln für die Qualifikation zur Endrunde geändert wurden: Ab sofort durften drei Süd-Vereine teilnehmen, wodurch die Spielvereinigung wieder ins gesamtdeutsche Rampenlicht rückte.
1926 erreichte sie sofort wieder das Frankfurter Finale und konnte dort nach einem 4:1 gegen Hertha BSC die zweite deutsche Meisterschaft feiern. Den letzten großen Titel gewann man 1929: Nach Siegen gegen den FSV Frankfurt, Fortuna Düsseldorf, den Hamburger SV und den Breslauer SC 08 standen die Franken wieder im Finale. Wie drei Jahre zuvor hieß der Gegner Hertha, und erneut konnte die Spielvereinigung die Oberhand behalten – mit 3:2.
Erstklassigkeit (1930–1963)
Die 1920er und 1930er Jahre waren die große Zeit der Fürther, als sie sich in Privatspielen auch mit der internationalen Fußballprominenz maßen. So konnten sie unter anderem Siege gegen Real Madrid (1923), FC Barcelona (1926) und Juventus Turin (1930) erringen.
In den 1930ern war aber die Zeit, in der Fürth einen großen Teil der deutschen Nationalmannschaft stellte, bereits vorbei. In der 1933 neu eingeführten Gauliga Bayern landete der Verein zumeist im Mittelfeld der Tabelle, lediglich 1935 konnte die Gaumeisterschaft gewonnen werden. In der Endrunde war dann aber bereits in der ersten Runde Schluss.
Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Fürth zunächst keine große Rolle mehr und wurde mit dem Abstieg 1948 in die Amateurliga Bayern erstmals zweitklassig. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg konnten die Fürther auf Anhieb die Meisterschaft 1950 in der Oberliga Süd gewinnen und nahmen 1950 und 1951 noch zweimal an einer Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. 1950 kam nach Siegen gegen STV Horst-Emscher und den FC St. Pauli im Halbfinale nach einem 1:4 gegen den VfB Stuttgart das Aus. 1951 schied das Team in der Gruppenphase der Meisterschaft aus. Bis 1963 spielte der Verein weiterhin in der Oberliga Süd, konnte sich aber wegen der schlechten Platzierungen nicht für die neu gegründete Bundesliga qualifizieren.
Zweit- bis Viertklassigkeit (1963–1997)
Von 1963 bis 1983 spielten die Fürther zweitklassig, zunächst in der Regionalliga Süd, später in der 2. Bundesliga. 1983 stieg der Verein hochverschuldet in die Oberliga Bayern ab und nur vier Jahre später folgte der Absturz in die Landesliga. 1991 kehrte der Verein in die Oberliga zurück. Der Wendepunkt wurde am 4. August 1990 eingeleitet, als Borussia Dortmund in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals besiegt werden konnte. Bemerkenswert ist dabei, dass der damalige Viertligist nach einer frühen Roten Karte für David Schneider 88 Minuten lang in Unterzahl agierte.
In den Folgejahren erreichte die Spielvereinigung durch einen dritten, zweiten und sechsten Platz die Qualifikation für die 1994 neu gegründete Regionalliga. Den Verein beschäftigten jedoch immer noch immense Geldsorgen, und so kam das Angebot des Beitritts der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth den Fürthern gelegen. Am 1. Juli 1996 schloss sich schließlich die Leistungsfußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth an und der Verein erhielt seinen aktuellen Namen SpVgg Greuther Fürth. Das traditionsreiche Vereinswappen der SpVgg wich einem Rundlogo, das neben dem traditionellen Kleeblatt der Fürther auch den Holzschuh des TSV Vestenbergsgreuth enthielt.
Bereits in der ersten Saison nach dem Übertritt von Vestenbergsgreuths Fußballabteilung gelang dem Verein 1996/97 der Aufstieg in die 2. Bundesliga.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 42 | M. Schulze | 0 | 0 |
| 43 | S. Prüfrock | 0 | 0 |
| S. Hoffmann | 0 | 0 | |
| J. Mottl | 0 | 0 | |
| L. Hüttl | 0 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 3 | M. Wagner | 0 | 0 |
| 5 | R. Münz | 0 | 0 |
| 6 | E. Prib | 0 | 0 |
| 20 | O. Mhamdi | 0 | 0 |
| 25 | R. Wuttke | 0 | 0 |
| 27 | V. Kastull | 0 | 0 |
| 38 | R. Mariţa | 0 | 0 |
| 42 | K. Çalhanoğlu | 0 | 0 |
| Y. Scholz | 0 | 0 | |
| K. Aydin | 0 | 0 | |
| C. Meister | 0 | 0 | |
| N. Vakouftsis | 0 | 0 | |
| R. Adiele | 0 | 0 | |
| R. Hauth | 0 | 0 | |
| M. Steinheil | 0 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 5 | P. Müller | 0 | 0 |
| 19 | D. Pfaffenrot | 0 | 0 |
| 34 | M. Fries | 0 | 0 |
| 35 | J. Engel | 0 | 0 |
| A. Imeri | 0 | 0 | |
| A. Fazlija | 0 | 0 | |
| G. Nkowa | 0 | 0 | |
| L. Haskaj | 0 | 0 | |
| B. Desić | 0 | 0 | |
| J. Aigboje | 0 | 0 | |
| D. Adlung | 0 | 0 | |
| L. Näpflein | 0 | 0 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 5 | N. Grimbs | 0 | 0 |
| 9 | D. Kasper | 0 | 0 |
| 17 | P. Vuc | 0 | 0 |
| 23 | I. Wiegand | 0 | 0 |
| 29 | L. Popp | 0 | 0 |
| A. Mostofi | 0 | 0 | |
| M. Kolenda | 0 | 0 | |
| M. Hrgota | 0 | 0 |