Geschichte
Der KSV Hessen Kassel (vollständiger Name: Kasseler Sport-Verein Hessen e. V., bzw. KSV Hessen Kassel e. V.) ist ein Fußballverein aus der hessischen Stadt Kassel. Der Verein wurde am 3. Februar 1998 gegründet und hat die Vereinsfarben Rot und Weiß. Die erste Fußballmannschaft der Herren spielt seit 2020/21 in der Regionalliga Südwest. Spielstätte der unter dem Beinamen „Löwen“ bekannten Mannschaft ist das Auestadion mit einer Kapazität von 18.737 Plätzen.
Der heutige KSV Hessen ist der inoffizielle Nachfolgeverein des FC Hessen Kassel, der seinerseits der inoffizielle Nachfolgeverein des alten KSV Hessen Kassel war. Der alte KSV Hessen spielte zwischen 1980 und 1990 acht Jahre lang in der 2. Bundesliga und verpasste mehrfach knapp den Aufstieg in die Bundesliga. Nach dem Konkurs im Jahr 1993 wurde der inoffizielle Nachfolger FC Hessen gegründet, der Ende 1997 ebenfalls in Konkurs ging und aus dem Vereinsregister gelöscht wurde.
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Vorgängervereine und Fusion
Der erste KSV Hessen war 1947 über mehrere Fusionen in den Nachkriegsjahren entstanden. In der fußballerischen Tradition stand er in der Nachfolge des SV Kurhessen Kassel sowie des VfL TuRa Kassel, wobei der erstgenannte der deutlich erfolgreichere der beiden Vorgängervereine war.
Der SV Kurhessen hatte ebenfalls zwei Vorgängervereine, den am 3. Juli 1893 gegründeten FC Union sowie den im selben Jahr entstandenen FC Hassia. Beide schlossen sich bereits 1895 zum Casseler FV 95 zusammen, der bis zum Ersten Weltkrieg die erfolgreichste Mannschaft der Stadt war und 1908 mit Gustav Hensel auch einen deutschen Nationalspieler stellte. 1919 fusionierte der Casseler FV mit dem Schwerathletik-Klub Verein für Körperkultur Cassel zum SV Kurhessen Cassel. Auch unter dem neuen Namen war man auf regionaler Ebene erfolgreich, wenn auch die Konkurrenz von BC „Sport“, CSC 03, Hermannia und Spielverein 06 den „Kurhessen“ die lokale Führungsrolle im Verlauf der 1920er Jahre zusehends streitig machte. Seinen sportlichen Zenit erreichte der SV Kurhessen im Jahr 1927, als er in der westdeutschen Meisterschaftsendrunde punktgleich mit Fortuna Düsseldorf Platz 3 belegte und durch eine Niederlage im Entscheidungsspiel den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft nur knapp verfehlte. Mit „Heini“ Weber stellte der Verein 1928 wieder einen Nationalspieler, der bei den Olympischen Spielen in Amsterdam im Nationaltrikot debütierte. In den 1930er und 1940er Jahren war der SV Kurhessen ununterbrochen in der jeweils obersten Spielklasse vertreten, ab 1933 in der Gauliga Hessen bzw. ab 1941 in der Gauliga Kurhessen. Am 17. November 1945 beteiligte sich der SV Kurhessen Kassel an der Gründung der Sportgruppe Süd als Zusammenschluss mit den Vereinen CT-Hessen Preußen, Wassersportverein Wilhelmshöhe, Wintersportverein Wilhelmshöhe und Tennisclub Wilhelmshöhe. Die Sportgruppe Süd benannte sich 1946 in Verein für Leibesübungen (VfL) Hessen Kassel um.
Weniger erfolgreich, aber bis zur Einführung der Gauligen ebenfalls durchgehend in den obersten Spielklassen vertreten, war der VfL TuRa Kassel. Der Wehlheider Stadtteilverein war 1904 gegründet worden und trug den Namen Turn- und Rasensportverein seit dem Zusammenschluss mit zwei Turnvereinen im Jahr 1919, wobei die Liaison mit den Turnern schon bald wieder gelöst wurde. In den Kriegsjahren spielte die Fußballmannschaft des VfL TuRa jeweils ein Jahr in der Gauliga Hessen bzw. Kurhessen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bildete sich am Schönhauser Park 1946 zunächst die SG Wehlheiden, die sich schon kurze Zeit später in Kasseler SV umbenannte.
Im Juni 1947 fusionierten der Kurhessen-Nachfolger VfL Hessen und der Wehlheider Kasseler SV zum Kultur Sport-Verein Hessen Kassel. Die beiden Vorgängervereine hatten sich in der Nachkriegszeit den alten TuRa-Platz am Schönfelder Park geteilt; nach dem Zusammenschluss zog man auf den sogenannten „A-Platz“ an der Fuldaaue um. Der ehemalige Platz des SV Kurhessen war mit Trümmerschutt notdürftig wieder hergerichtet worden und diente dem Verein nun bis zur Fertigstellung des Auestadions 1953 als Heimstätte. Der KSV Hessen pflegte neben Fußball eine breite Palette weiterer Leistungs- und Breitensportarten und wurde von einer Reihe namhafter Funktionäre sowie lokaler Unternehmen wie der Herkules-Brauerei und den Henschel-Werken unterstützt.
Die frühen Jahre (1947 bis 1963)
Die Fußballmannschaft des KSV Hessen nahm in der Spielzeit 1947/48 den Platz des Vorgängervereines VfL Hessen in der Landesliga Hessen ein, der zweiten Spielklasse unterhalb der Oberliga Süd, in der dieser zuvor Meister geworden, aber in der Aufstiegsrunde gescheitert war. Trainer war Ernst Paulus, ehemals Olympiateilnehmer im Diskuswurf. Ihm gelang es, eine Mannschaft zu formen, die nicht nur die örtliche Konkurrenz auf Abstand halten konnte, sondern alsbald zu den Spitzenvereinen der Liga zählte. Das angepeilte Ziel des Oberligaaufstiegs wurde jedoch mehrfach knapp verfehlt. Nach der Vizemeisterschaft 1947/48 hinter dem 1. FC Rödelheim wurden die „Löwen“ zwar ein Jahr später Meister der hessischen Landesliga, in der nachfolgenden Aufstiegsrunde reichte es aber nur zum zweiten Platz. Am letzten Spieltag verlor der KSV beim VfL Neckarau, während Konkurrent Jahn Regensburg durch einen 8:3-Sieg über die SG Untertürkheim aufstieg. Auch in der 1950 als neuer Unterbau für die Oberliga eingeführten II. Division spielte Kassel stets in der Spitzengruppe mit und setzte sich zudem lokal entscheidend ab, denn Erzrivale CSC 03, der den Aufstieg in die Oberliga 1949 ebenfalls nur knapp verfehlt hatte, musste als Sechster der Qualifikationsrunde den Gang in die Drittklassigkeit antreten.
Mit dem Sprung in die neue II. Liga war auch ein personeller Umbruch verbunden. Zu der vom Alt-Internationalen „Heini“ Weber geführten Fußballabteilung stießen eine Reihe lokaler Nachwuchstalente, die in den folgenden Jahren das Gesicht der Mannschaft prägten. Zur Saison 1952/53 kam mit dem ehemaligen Schalker Rudolf Gellesch ein renommierter Trainer hinzu, unter dem es nach fünf vergeblichen Anläufen zum Aufstieg reichte: Die „Löwen“ wurden Vizemeister der II. Liga Süd und stiegen gemeinsam mit Jahn Regensburg in die Oberliga auf. Einer der Spieler war in dieser Spielzeit Karl-Heinz „Gala“ Metzner, der am 28. Dezember 1952 sein Debüt in der Nationalmannschaft gab. Metzner gehörte später auch zum Aufgebot zur Weltmeisterschaft 1954, bei der er jedoch nicht zum Einsatz kam.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 21 | Jonas Nickisch | 0 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 32 | Nael Najjer | 0 | 0 |
| 33 | Nick Rothweiler | 0 | 0 |
| Tyron Duah | 0 | 0 | |
| Maurcie Springfeld | 0 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 4 | Yannick Stark | 0 | 0 |
| 10 | Cemal Kaymaz | 0 | 0 |
| 10 | Sercan Sararer | 0 | 0 |
| 42 | Adrian Bravo-Sanchez | 0 | 0 |
| Finn Bindbeutel | 0 | 0 | |
| Tobias Boche | 0 | 0 | |
| Silas Hagemann | 0 | 0 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 7 | Leon Damer | 0 | 0 |
| 9 | Cemal Sezer | 0 | 0 |
| 27 | Emre Boeyuekata | 0 | 0 |
| Phinees Bonianga | 0 | 0 | |
| Emre Boyukata | 0 | 0 | |
| Karl Harms Joa | 0 | 0 | |
| Aaron Prieto | 0 | 0 |