Geschichte
Kyōto Sanga F.C. (jap. 京都サンガF.C., Kyōto Sanga efu shī) ist ein japanischer Fußballclub aus Kyōto. Aktuell spielt der Verein in der ersten japanischen Liga. Er ist der mit Abstand älteste Profiklub des Landes.
Der Beiname Sanga kommt aus Indien und bedeutet in der buddhistischen Terminologie „Schar“ oder „Gemeinschaft“ – eine Anspielung an die Hochschulvergangenheit der Mannschaft. Auch verweist der Name auf die buddhistische Tradition der ehemaligen Kaiserstadt.
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Seinen Ursprung hat der Verein im 1922 gegründeten Kyōto Shikō Club (京都紫郊クラブ, Kyōto Shikō Kurabu, wörtlich: „Kyōto-Purpurvorstadt-Klub“), welcher sich nicht – wie die meisten Vereine – aus einer Werksmannschaft, sondern einem Hochschulteam gründete. Die Vereinsfarbe, die sich auch im Wappen der Präfektur und Stadt Kyoto findet, soll an den ehemals kaiserlichen Status der Stadt erinnern. 1954 wurde die Schreibweise bei gleicher Aussprache in 京都紫光クラブ (wörtlich: „Purpurstrahl-Klub Kyōto“) geändert. Die Lehrermannschaft nahm in den 50er- und 60er-Jahren mehrfach am Kaiserpokal teil, ohne jedoch das Finale zu erreichen. Eine Aufnahme in die landesweite Japan Soccer League – welche ursprünglich Firmenmannschaften vorbehalten war – erfolgte 1973. Mit Gründung der J. League 1993 nahm der Klub an der damals zweitklassigen Japan Football League teil.
Zur Saison 1994 wurde der Klub als Aktiengesellschaft K.K. Kyōto Purple Sanga (株式会社京都パープルサンガ, kabushiki kaisha Kyōto Pāpuru Sanga, engl. Kyoto Purple Sanga Co. Ltd.) neu gegründet, zu dessen Investoren Unternehmen wie Kyōcera, Nintendō und die Kyōto Shimbun sowie Präfektur und Stadt Kyōto gehören.
Begünstigt durch die ständige Erweiterung der J. League, rückte Sanga kontinuierlich in der Tabelle nach oben, bis der Klub 1995 schließlich hinter den Fukuoka Blux den zweiten Rang belegte und ins Oberhaus aufstieg. Auch begünstigte die Aufstockung der Liga in der folgenden Saison den Klassenerhalt. Mit mäßigem Erfolg verblieb Sanga in der J. League, musste aber den Abstieg in der Saison 2000 hinnehmen. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg 2001 übernahm das deutsche Trainerduo Gert Engels und Michael Weiß die Mannschaft und konnte sich mit Unterstützung des in Kyoto ansässigen Kyōcera-Konzerns in der Division 1 halten. Auch der Titel im Kaiserpokal sorgte für steigende Euphorie und Zuschauerzahlen.
Nach dem Abgang einiger Leistungsträger – Engels war ebenfalls entlassen worden – stieg Kyoto Sanga 2003 wieder in die J. League Division 2 ab.
Der neue Trainer Kōichi Hashiratani trennte sich 2005 von den alten Stars Daisuke Matsui und Teruaki Kurobe und sicherte mit einer verjüngten Mannschaft bereits sieben Spieltage vor Schluss den Wiederaufstieg ins Oberhaus. Doch der Klassenerhalt blieb dem Verein verwehrt und als Tabellenletzter Stieg Kyoto Sanga 2006 erneut ab. Der Beiname Purple wurde 2007 entfernt und der aktuelle Name Kyōto Sanga F.C. präsentiert. Auch das neue Vereinslogo sollte den Verein moderner und attraktiver machen. Mit dem Sieg über Sanfrecce Hiroshima in der Relegation – durch den 2:1-Sieg im Hinspiel, reichte im Rückspiel in Hiroshima das 0:0-Unentschieden – gelang Kyōto Sanga erneut der direkte Wiederaufstieg.
2010 stieg der Verein nach der Niederlage gegen die Urawa Red Diamonds ab. Sanga konnte in jener Saison nur vier Siege vorweisen und hatte mit −30 (30:60) die zweitschlechteste Tordifferenz der Liga. In der ersten Zweitliga-Saison schaffte Sanga es nicht in die Aufstiegsränge, konnte allerdings im selben Jahr bis in das Finale des Kaiserpokals vorstoßen, wo man allerdings mit 4:2 dem FC Tokyo unterlag. In den beiden Folgejahren schaffte es Sanga jeweils als 3. in die Aufstiegs-Relegation, scheiterte aber auch jeweils. Es folgten 7 weitere Jahre in der J2, wobei man mal besser, mal schlechter abschnitt. 2018 wurde man sogar nur 19. Erst 2021, der zweiten Saison, die unter der COVID-19-Pandemie litt, spielte der Verein so gut, dass es mit dem 2. Platz für die Rückkehr in die J1 reichte.
Seit 2022 spielt Sanga wieder in der J1, erreichte in jenem Jahr sowie im Jahr 2024 das Halbfinale im Kaiserpokal. In der Saison 2025 hielt der Verein in der J1 League über mehrere Spieltage hinweg die Tabellenführung und schloss die Saison schließlich auf dem 3. Platz ab, die bis dahin beste Platzierung in der Vereinsgeschichte. Zwar wurde in der Saison 2025 die Qualifikation des Drittplatzierten für die AFC Champions League Elite ausgesetzt und diese dem Sieger der 2026 einmalig ausgetragenen J1 100 Year Vision League zugesprochen. Durch die gleichzeitige Aufstockung des Wettbewerbs von 24 auf 32 Mannschaften wurde der J.League ein weiterer Qualifikationsplatz zugesprochen, sodass sich Kyōto Sanga schließlich doch für die Gruppenphase der AFC Champions League Elite 2026/27 qualifizierte.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 1 | Gakuji Ota | 0 | 0 |
| 21 | Kentaro Kakoi | 0 | 0 |
| 90 | Halls | 0 | 0 |
| 94 | Masaaki Murakami | 0 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 5 | Hisashi Tawiah | 3 | 1 |
| 15 | Kodai Nagata | 2 | 0 |
| 26 | Ren Kato | 2 | 0 |
| 33 | Sota Yamamoto | 0 | 0 |
| 34 | Trevisan Henrique | 0 | 0 |
| 40 | Yusuke Ishida | 1 | 0 |
| 43 | Weverton | 2 | 0 |
| 44 | Kyo Sato | 3 | 0 |
| 50 | Yoshinori Suzuki | 0 | 0 |
| 60 | Ryosuke Yamanaka | 0 | 0 |
| 62 | Takaaki Shichi | 2 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 6 | Pedro Joao | 2 | 0 |
| 8 | Takuji Yonemoto | 0 | 0 |
| 10 | Shimpei Fukuoka | 3 | 0 |
| 14 | Thiago | 2 | 0 |
| 16 | Taiyo Hiraoka | 0 | 0 |
| 18 | Temma Matsuda | 2 | 1 |
| 24 | Hiroto Morooka | 1 | 0 |
| 25 | Sung-jun Yoon | 2 | 0 |
| 32 | Mitsuki Saito | 0 | 0 |
| 48 | Ryuma Nakano | 3 | 0 |
| 77 | Haruki Arai | 3 | 0 |
| 99 | Fuchi Honda | 0 | 0 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 7 | Masaya Okugawa | 1 | 0 |
| 9 | Elias Rafael | 2 | 1 |
| 11 | Tulio Marco | 2 | 1 |
| 17 | Alex Souza | 3 | 2 |
| 19 | David Silva | 0 | 0 |
| 23 | Takumi Kato | 0 | 0 |
| 29 | Ko Sakai | 0 | 0 |
| 31 | Sora Hiraga | 0 | 0 |
| 38 | Maceio Everton | 3 | 0 |
| 93 | Shun Nagasawa | 1 | 0 |