Geschichte
Der Sportklub Rapid, kurz SK Rapid oder SCR (1899–1978 Sportclub „Rapid“), ist ein österreichischer Fußballklub. Er spielt in der Bundesliga und ist im Allianz Stadion im Wiener Stadtteil Hütteldorf beheimatet. Der Verein trägt die Farben Grün und Weiß, auswärts die Gründungsfarben Rot und Blau. Derzeit spielt er in der Österreichischen Bundesliga 2026/27
Der Sportklub Rapid wurde im Jahre 1897 als „1. Wiener Arbeiter-Fußball-Club“ ins Leben gerufen. Den Namen Rapid übernahm der Klub bereits am 8. Jänner 1899; die ursprünglich blau-roten Farben wurden sechs Jahre später durch die heutigen ersetzt. Der Verein errang bisher 32 Meistertitel in Österreich und ist damit Rekordmeister. Außerdem konnte er international mit dem Sieg im Mitropapokal 1930 und 1951 sowie mit dem zweimaligen Erreichen des Finales des Europapokals der Pokalsieger 1985 und 1996 bedeutende Erfolge feiern. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde Rapid 1938 Deutscher Pokalsieger und 1941 Deutscher Fußballmeister. Seit der ersten österreichischen Meisterschaftssaison 1911/12 spielt der Verein immer erstklassig. Die Profifußballabteilung wurde zum 1. Juli 2016 aufgrund eines Wartungserlasses des Finanzministeriums in die SK Rapid GmbH ausgegliedert, deren einziger Gesellschafter der Verein ist.
Mit über 25.000 Mitgliedern (Stand: September 2025) gehört er zu den größten Sportvereinen Österreichs. Der Verein darf als 32-maliger Rekord-Fußballmeister in Österreich im Vereinswappen drei Sterne, für zehn Meistertitel je einen, führen.
Die Handballsektion konnte sich mit vier österreichischen Meisterschaften einen Namen machen.
Die ganze Geschichte lesen
1897–1912: Erster Fußballmeister Österreichs
Der Verein wurde im Sommer des Jahres 1897 unter dem Namen „Erster Wiener Arbeiter-Fußball-Club“ gegründet und zählt damit zu den ältesten Fußballklubs des Landes. Erstmals erwähnt wurde der Fußballklub am 5. Mai 1898 im „Neuen Wiener Abendblatt“:
Gespielt wurde auf einem Teil des vormaligen Exerzierfeldes der k.(u.)k.-Armee auf der Schmelz südlich der 1895 erbauten Radetzky-Kaserne. Die Gründungsmannschaften bestanden vor allem aus jungen Rekruten, erster Kapitän des Arbeiter-FC war Josef Kailich. Die Vereinsfarben wurden mit Blau-Rot festgelegt.
Das erste (bekannte) Freundschaftsspiel des Arbeiter-FC endete 1:1 gegen den Meidlinger FC Vorwärts. Die ersten Spiele des Arbeiter-FC endeten dennoch meist mit einem deutlichen Sieg für den Gegner. So belegte man bei der Teilnahme des Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläums-Turniers von 1898 den letzten Platz. Gegen den Wiener AC verlor man zwei Wochen später sogar mit 0:20 Toren. Der einzige urkundlich belegte Sieg bei 19 Spielen mit einem Torverhältnis von 13:107 gelang dem Arbeiter-FC mit 4:1 gegen Vindobona Wien, einem frühen Vorgängerklub des SK Admira Wien. So kam es eineinhalb Jahre nach der Gründung des Vereins zu einer Krisensitzung am 8. Jänner 1899. An diesem Tag entschloss sich die Vereinsführung, den Namen des Vereins zu ändern. Nach dem Vorbild von Rapide 93 aus Berlin-Niederschönhausen erfolgte die Umbenennung in „Sportklub Rapid“. Der 8. Jänner 1899 wurde dadurch zum offiziellen Gründungsdatum. Dennoch verließen die Spieler des neuen SK Rapid Wien auch weiterhin das Spielfeld meist als Verlierer.
Im Jahre 1900 wurde die Fußball-Union gegründet, welche die ersten österreichischen Meisterschaften abhielt; Rapid spielte vorerst in der zweiten Klasse. Im Jahre 1901 bestritt Rapid ihr erstes Spiel außerhalb der heutigen Grenzen Österreichs. Gegen den Prager FK Austria erreichte man in Böhmen ein 1:1-Unentschieden. Die Mannschaft erhielt hierfür 108 österreichische Kronen, wofür sie sogar eine drittklassige Zugfahrt in Kauf nahm. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass Rapid nur deshalb als Gegner gewählt wurde, weil kein anderer Wiener Verein für eine so niedrige Entschädigung antreten wollte. Im Jahr 1903 siedelte Rapid Wien um. Am 15. März 1903 wurde der neue Rapidplatz in Rudolfsheim mit einer Niederlage gegen Graphia eröffnet. Der Platz war schief und wies einen Höhenunterschied von über zwei Metern von einem zum anderen Tor auf. Rapid verstand es jedoch bald, diese Tatsache für sich zu nutzen und feierte zunehmend Siege. Noch 1903 gelang mit einem Sieg über den Deutschen Sportverein im Entscheidungsspiel der Aufstieg in die erste Klasse, aus der Rapid bislang nicht mehr abgestiegen ist. Zwei Jahre später, 1905, entschloss man sich, zudem die Vereinsfarben auf Grün-Weiß zu ändern. Diese Farben blieben dem Verein bis heute erhalten. Die ersten Trikots der Mannschaft in den neuen Farben waren längsgestreift. Nachdem die erfolgreiche Mannschaft auch immer mehr Fans gewonnen hatte, eröffnete man im Jahre 1907 das erste Klubhaus und eine Tribüne. Herausragender Rapidspieler dieser Zeit war Josef Schediwy, der das technische Spiel der Grün-Weißen damals entscheidend prägte.
Mit einer großzügigen Feier zum zehnjährigen Bestandsjubiläum und dem zuvor erwähnten Umbau verschuldete sich der Verein, was dazu führte, dass im Jahre 1910 die Stadt Wien den Pachtvertrag mit dem Verein kündigte und den schiefen Rapidplatz planierte. Die Mannschaft verlor ihre Heimstätte und stürzte in eine Krise. Der Vorstand und mehrere Spieler verließen den Klub. Der Schriftsetzer Dionys Schönecker (1888–1938) übernahm die Mannschaft und führte sie fortan von Sieg zu Sieg. In Hütteldorf begann man mit dem Bau einer neuen Heimstätte – der Pfarrwiese. Die Fertigstellung erfolgte im Jahre 1911. Das Stadion hatte zunächst ein Fassungsvermögen von 4000 Zuschauern und sollte die nächsten 70 Jahre die Heimstätte der Grün-Weißen bleiben. Im selben Jahr, in dem das Stadion eröffnet wurde, wurde auch die erste österreichische Meisterschaft ausgetragen. Mit 15 Siegen in 20 Spielen wurde man überraschend der erste österreichische Fußballmeister. Von diesem Zeitpunkt an war die Mannschaft stets alleiniger österreichischer Rekordmeister im Fußball. Im Folgejahr holte man den Titel sogar ohne eine einzige Niederlage, was in der Saison 1934/35 noch einmal gelang.
1912–1930: Serienmeister und Mitropacupsieger
Die Elf von Dionys Schönecker blieb weiterhin die stärkste österreichische Fußballmannschaft. In den ersten zwölf Meisterschaftsjahren wurden die Hütteldorfer insgesamt acht Mal österreichischer Meister. Das Team um ihren Kapitän Richard Kuthan konnte auch die ersten beiden österreichischen Cupwettbewerbe 1919 und 1920 gewinnen. Die stetig wachsende Fangemeinde des erfolgreichen Vereins führte in dieser Zeit die berühmte Rapid-Viertelstunde ein.
Weiterlesen auf Wikipedia →
Text aus Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 4.0
Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 29 | Benjamin Goschl | 0 | 0 |
| 44 | Manuel Fellner | 0 | 0 |
| 49 | Laurenz Orgler | 0 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 3 | Paul Ertl | 0 | 0 |
| 5 | Kenan Muharemovic | 0 | 0 |
| 6 | Keneth Yeboah | 0 | 0 |
| 15 | Daniel Mahiya | 0 | 0 |
| 20 | Ange Ahoussou | 0 | 0 |
| 27 | Dalibor Velimirovic | 0 | 0 |
| 32 | Svetozar Ozvold | 0 | 0 |
| 33 | Erik Stehrer | 0 | 0 |
| 45 | Amar Hadzimuratovic | 0 | 0 |
| 47 | Amin-Elias Groller | 0 | 0 |
| 61 | Emirhan Tutunci | 0 | 0 |
| 63 | Dominic Vincze | 0 | 0 |
| 64 | Jean Marcelin | 0 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 8 | Ousmane Thiero | 0 | 0 |
| 10 | Ensar Music | 0 | 0 |
| 12 | Fabian Silber | 0 | 0 |
| 16 | Edin Jakupi | 0 | 0 |
| 17 | Omar Badarneh | 0 | 0 |
| 22 | Edvin Rahmani | 0 | 0 |
| 28 | Lorenz Szladits | 0 | 0 |
| 54 | Roman Kerschbaum | 0 | 0 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 7 | Oliver Strunz | 0 | 0 |
| 9 | Philipp Moizi | 0 | 0 |
| 11 | Tare Ekereokosu | 0 | 0 |
| 19 | Elias Kolp | 0 | 0 |
| 21 | David Berger | 0 | 0 |
| 26 | Nicolas Jozepovic | 0 | 0 |
| 30 | Muhammed Tazi | 0 | 0 |
| 37 | Daris Djezic | 0 | 0 |
| 41 | David Polke | 0 | 0 |
| 77 | Adrian Riegel | 0 | 0 |