Geschichte
Der FC Basel 1893 (kurz: FC Basel oder FCB) ist ein Schweizer Fussballverein aus der Stadt Basel. Er ist Mitglied des Schweizerischen Fussballverbands (SFV).
Der Verein spielt in der Super League, der höchsten Schweizer Liga. Als erster Schweizer Fussballverein erzielte der FC Basel 2014 einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Schweizer Franken. Die zweite Mannschaft (U21) spielt in der Promotion League. Mit aktuell (2025) 21 Meistertiteln – alleine 12 davon von 2002 bis 2017 – ist der FC Basel nach GC Zürich der zweiterfolgreichste Club in der Geschichte des Schweizer Fussballs. Auch international wurde der FC Basel bekannt, indem er namhafte Gegner wie Celtic Glasgow, den FC Liverpool oder Manchester United aus der Gruppenphase der Champions League warf oder in der Europa League den Halbfinal erreichte.
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Gründung
Der von den Fans sogenannte «Eff Cee Bee» wurde am 15. November 1893 gegründet, nachdem drei Tage zuvor per Zeitungsinserat in der Basler National-Zeitung zur Gründung eines Fussballclubs aufgerufen worden war.
An jenem Tag trafen sich elf interessierte Leser im Basler Lokal der Zunft zu Schuhmachern, darunter Mitglieder des Basler Ruder-Clubs, Akademiker und ein Sportjournalist (der die Fussballregeln aus dem Englischen übersetzte), und beschlossen die Gründung des FC Basel. Vom Ruder-Club wurden die Vereinsfarben Rot-Blau übernommen; diese lassen sich über die 1888 mit dem Ruder-Club fusionierte BRG Rhenania bis zu den gleichnamigen Studentenverbindungen (blau-weiss-rot) aus dem frühen 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Schon elf Tage später kam es zu einem ersten Spiel des Vereins auf dem frisch eingerichteten Sportplatz Landhof.
Zeit um die Jahrhundertwende
1895 wurde die «Schweizerische Football-Association» gegründet, allerdings noch ohne den FC Basel. Zwei Jahre später hatte der FCB schon 100 Mitglieder. In der Saison 1897/98 wurde erstmals die Schweizer Meisterschaft ausgespielt, auch damals noch ohne Basler Beteiligung.
In der Saison 1898/99 nahm der FCB erstmals an einer Meisterschaft teil. Die sogenannte Serie A, die höchste Schweizer Klasse, wurde in drei regionalen Gruppen ausgespielt, wobei sich der jeweilige Sieger der Gruppe für die Finalspiele qualifizierte. Basel schied in zwei Spielen gegen die Old Boys Basel aus. Meister 1899 wurde der Anglo-American Club Zürich. 1900 wurde der FCB mit 111 Mitgliedern hinter den Grasshoppers Zürich zweitgrösster Verein in der Schweiz. 1902/03 feierte der Club sein Jubiläum zum 10-jährigen Bestehen. In der Meisterschaft, in der «Gruppe Zentral», belegte man den dritten Platz, der wiederum nicht für die Finalspiele ausreichte. Meister wurden die Young Boys Bern.
Schon ein Jahr später stellte der FCB die ersten Nationalspieler, darunter den Torhüter.
1906/07 gewann der Verein erstmals die Gruppenmeisterschaft der Serie A. Die anschliessenden Finalspiele gegen den späteren Meister Servette FC (1:5) und gegen die Young Fellows Zürich (2:3) wurden dann verloren. 1912/13 verpflichtete die Vereinsführung mit dem Engländer Percy Humphreys den ersten Trainer der Vereinsgeschichte.
Zeit während des Ersten Weltkrieges
Trotz Ausbruch des Ersten Weltkrieges ruhte die Schweizer Fussballmeisterschaft nicht, und Basel erreichte 1913/14 den zweiten Platz in der «Serie A Zentralschweiz». Jedoch konnte schon ein Jahr später, 1915, nur noch ein reduzierter Spielbetrieb stattfinden, da von 8'500 aktiven Schweizer Fussballern 5'800 für den Militärdienst bereitgestellt werden mussten. Der FCB erreichte schliesslich den dritten Rang in der «Serie A Zentralschweiz». Gegen Ende des Krieges 1918 bestand zudem das Problem, dass viele Fussballfelder in Kartoffeläcker umgewandelt wurden. Der FCB erreichte den zweiten Platz in der Regionalgruppe und schaffte es somit nicht in die Finalrunde.
Entwicklung ab 1920
In der Saison 1919/20 wurden mit einem Spieler aus Ungarn und dem Österreicher Gustav Putzendopler (der in der Saison 1930/31 Basels Trainer werden sollte) die ersten Ausländer verpflichtet. Ein Jahr später wurde mit dem 7. Platz nur knapp der Abstieg vermieden. Daraufhin wurde ein neuer Trainer, der Deutsche Max Breunig, engagiert, der erst zweite Trainer in der nunmehr 30-jährigen Vereinsgeschichte. 1924 wurde der Stadtrivale FC Nordstern Basel Gruppensieger der «Serie A Zentral», während der FCB nur den 3. Rang belegte. Meister wurde der FC Zürich. 1925 kam es im Landhof zu einem Spiel gegen Nacional Montevideo (2:5), wobei der Spielball aus einem Flugzeug abgeworfen wurde.
1929/30 erreichte man unter dem ungarischen Trainer Julius Kertesz den Gruppensieg in der «Gruppe Zentralschweiz». In der Finalrunde wurde dann – trotz einem Sieg gegen den FC Biel-Bienne – der letzte Platz belegt. 1933 gewann der FCB den Schweizer Cup durch einen 4:3-Sieg gegen die Grasshoppers Zürich. 1939 landete der FC Basel auf dem letzten Rang aller zwölf Teams und musste somit in die 1. Liga, die zweithöchste Klasse (heute Challenge League), absteigen.
Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg
Auch während des Zweiten Weltkrieges wurden die Meisterschaften ausgespielt. 1942 gelang Basel der Wiederaufstieg in die Serie A. Nach einem nochmaligen Abstieg in der Saison 1944/45 erreichte man ein Jahr später wieder den Aufstieg, um 1947 zum zweiten Mal den Schweizer Cup zu gewinnen. Ab 1949 wurde das Landhofstadion umgebaut, so dass auf die Schützenmatte, das Vereinsgelände der Old Boys Basel, ausgewichen werden musste. 1950 wurde der FCB Vizemeister hinter dem Servette FC. Zur Fertigstellung des umgebauten Stadions wurde ein internationales Turnier organisiert.
1953: 1. Meisterschaft
1953 wurde die 1. Meisterschaft in der Vereinsgeschichte gewonnen. Nach nur einer Niederlage aus 26 Spielen hatte man unter Spielertrainer René Bader vier Punkte Vorsprung vor den Young Boys Bern. Diesen Erfolg konnte der Verein in den folgenden Jahren nicht mehr wiederholen, vielmehr erreichte man fast durchwegs nur Platzierungen im Mittelfeld.
1963: Überraschungscupsieg
In der Saison 1962/63 schaffte der FC Basel, von Georges Sobotka trainiert, den Einzug in den Schweizer Cupfinal gegen den Grasshopper Club Zürich und gewann das Spiel überraschenderweise mit 2:0. Ab dieser Saison begann die Karriere von Karl Odermatt. Weitere Mannschaftsspieler waren Kurt Stettler (Torhüter), Peter Füri, Carlo Porlezza, Otto Ludwig und Hans Weber.
Nur etwas mehr als ein Jahr später, am 26. Dezember 1964, bestritt der FCB den Cup-Viertelfinal, wiederum gegen die Grasshoppers. Es war dies der letzte Match von Hans Weber, nur sieben Wochen später starb der populäre FCB-Captain jener Jahre an Krebs.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 18 | S. Caillet |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 6 | Jorge Faria | ||
| 17 | Kevin Jakob | ||
| 24 | M. Obradovic |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 21 | M. Riva |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 17 | E. Findik |