Geschichte
Der Defensor Sporting Club, bekannt als Defensor Sporting, ist ein Sportverein aus Montevideo, Uruguay. Die Vereinsfarben sind Violett und Weiß.
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Herkunft des Namens
Bezüglich des Vereinsnamens und dessen Herkunft existieren im Wesentlichen zwei unterschiedliche Versionen. Danach sollen die dem Verein verbundenen Arbeiter der nahegelegenen Glas-Fabrik ihn während der zu jener Zeit vorherrschenden Arbeitskämpfe als „Defensores de la Huelga“ (dt. in etwa: „Verteidiger des Streiks“) bezeichnet haben. Die zweite Variante besagt, dass die Mannschaft ihren Namen symbolisch als „Verteidiger“ des Barrios und der Gegend um Punta Carretas erhielt. Auch wird berichtet, die 1904 gegründete Fabrik selbst habe den Namen „Defensores de la Huelga“ getragen und Alfredo Ghierra habe den Verein daher danach benannt.
Gründung und Zeit des Amateurfußballs
Der Klub wurde am 15. März 1913 als Defensor Football Club im Barrio Punta Carretas nahe dem Parque Urbano gegründet. Die Trikotfarben des Vereins sollten ursprünglich komplett grün gestaltet werden. Da jedoch mit Belgrano bereits eine Mannschaft der Liga diese Farben verwendete, entschied man sich für ein schwarzes Trikot mit hellblauem Streifen. Im weiteren Verlauf der Geschichte schwenkte man dann auf das heutige violette Trikot um. Erster Präsident des Vereins war Nicolás Podestá. Nach der Einschreibung in die Liga Uruguaya de Football startete man in der Tercera División. Die erste offizielle Partie trug der Verein dort in der Meisterschaft im Jahre 1913 gegen Independencia aus. Das Spiel endete 5:0. Nach Aufstieg in die Zweite Liga stellte man 1914 den Durchmarsch in die seinerzeit als Amateurliga ausgestaltete Primera División sicher. Das Debüt in Uruguays höchster Spielklasse feierte der Verein dann am 8. April 1915 mit einem 0:0 gegen die Wanderers. Wenig später trat man auch auf internationaler Ebene erstmals in Erscheinung, als man am 25. Mai 1915 auf den argentinischen Erstligisten Club Atlético Atlanta traf. Das mit einem 2:1-Sieg zugunsten Defensors endende Freundschaftsspiel wurde in Parque Chacabuco ausgetragen. Das erste Spielfeld Defensors befand sich an der damaligen Calle Zamayúa, der heutigen Julio Herrera y Reissig neben der heutigen ingenieurwissenschaftlichen Fakultät (Facultad de Ingeniería) der Universidad de la República. Von dort zog man bereits 1915 auf einen an der José Ellauri, Ecke Joaquín Núñez gelegenen Platz um. Erneut zwei Jahre später trug man die Spiele im Parque Ricci an der Straße Capitán Videla zwischen Alarcón und Diego Lamas aus. Im Jahr 1917 stieg man dann aus der Primera División als Tabellenletzter ab und trat erst im Jahr 1923 wieder auf höchster Ligaebene in Erscheinung. Dieses Mal aber während der Phase der Spaltung der Organisationsstruktur des uruguayischen Fußballs in der Parallel-Meisterschaft der Federación Uruguaya de Football (FUF) und unter dem Namen Club Atlético Defensor. Vereinspräsident war in jenem Jahr José Capozzoli, 1925 übernahm Luis Franzini dieses Amt. Nach einem 11. Rang 1923 wurde man 1924 Tabellen-Fünfter. Ab 1927 spielte der Verein wieder unter dem Dach der Asociación Uruguaya de Fútbol (AUF) erstklassig. Bereits am 21. September 1926 hatte man das neue, nunmehr in Parque Rodó befindliche Spielfeld eingeweiht, das 1963 in Estadio Luis Franzini umbenannt werden sollte. Beim mit einem 4:1-Sieg endenden Eröffnungsspiel jenes Tages gegen die Mannschaft des CA Cerro erzielte Santiago Celsi das erste Tor an neuer Wirkungsstätte. Bis zur Einführung des Profifußballs in Uruguay im Jahre 1932 blieb Defensor sodann erstklassig. In der Spielzeit 1929 erreichte Defensor mit Rang drei der Abschlusstabelle das beste Ergebnis.
Beginn der Profifußball-Ära bis zur ersten Meisterschaft
Die erste Begegnung in der nunmehr als Profiliga ausgestalteten Primera División absolvierte Defensor am 22. Mai 1932 gegen Bella Vista. Das erste Profijahr beendete man als Tabellen-Vierter. Fortan spielte Defensor weiter in der höchsten Spielklasse. 1937 verhinderte man nur knapp den Abstieg, als man Racing in der Relegation mit 4:1 schlug. Für das Jahr 1941 ist der Beginn der zweiten bis 1962 währenden Amtszeit des in jenem Jahr auch verstorbenen Luis Franzini verzeichnet, der wenig später Namensgeber des Stadions Defensors wurde. Nachdem man bis dahin in der Profi-Aera ohne Titelgewinn blieb, aber bereits in den Jahren 1944 und 1945 in der Liga mit jeweils einem dritten Tabellenplatz die bis dahin beste Platzierung in der Profiliga aufwies, verzeichnete Defensor schließlich im Jahr 1947 den Sieg im Torneo de Honor.
Die Mannschaft, die seinerzeit den Triumph sicherstellte, bestand aus den folgenden Spielern:
Juan Bianchini, Julio Barrios, José Vázquez, Alfredo Young, José Riobo, Carlos Chagas, Alcides Mañay, Juan Emilio Píriz, Ramón Castro, José "Loncha" García, Walter Clavares, Raúl Sarro und Ramón Ferrés
Im Jahr dieses Titelgewinns erreichte man zudem erstmals inoffiziell die uruguayische Vize-Meisterschaft, als man sich in den diesbezüglichen Play-offs gegen die punktgleichen Teams Peñarols und der Rampla Juniors durchsetzte. Da allerdings die Partie Defensors gegen die Rampla Juniors nicht ausgetragen wurde (Defensor hatte Peñarol mit 3:1 besiegt, die Rampla Juniors gegen Peñarol mit 1:2 verloren) ist dieser Zweite Meisterschaftsrang nicht offiziell vergeben worden. 1960 sicherte man sich eine weitere Trophäe, als man im Torneo Nacional Copa Artigas die Oberhand behielt.
1976 gelang es Defensor unter Trainer Ricardo de León als erstem Fußballverein seit Einführung der Profiliga in Uruguay, die Vorherrschaft von Nacional und Peñarol zu durchbrechen und den uruguayischen Meistertitel zu gewinnen.
Der Kader im Meisterjahr setzte sich unter anderem aus den nachfolgend genannten Spielern zusammen, die vom neben de León aus Julio Santos (Preparador Físico) und Alberto Silva (Zeugwart) bestehenden Trainerteam zum Titel geführt wurden:
Gregorio Pérez, Francisco Salomón, Baudilio Jáuregui, Fredy Clavijo, Beethoven Javier, Liber Arispe, Luis Cubilla, José G. Gómez, Pedro Graffigna, Pedro Álvarez, Rudy Rodríguez, Ricardo Conde, Ricardo Meroni, Ricardo Ortíz, Rodolfo Rodríguez, Alberto Santelli, Guillermo Flores, Jacinto Calleros, Fernando Álvez, Daniel Mayol, Julio Fillipini, Omar Mondada, Alfredo Cáceres und Julio Leiva
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 1 | L. Machado | ||
| 12 | Fabian Cristaldo | ||
| 12 | K. Dawson | ||
| 23 | B. Simone |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 2 | E. Elizalde | ||
| 2 | D. Martinez | ||
| 3 | G. de los Santos | ||
| 4 | G. Rodriguez | ||
| 11 | L. Agazzi | ||
| 14 | F. Sorondo | ||
| 15 | A. Frugone | ||
| 17 | V. Rodríguez | ||
| 20 | Mateo Caballero |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 5 | G. Barrios | ||
| 6 | Bruno Pereira | ||
| 7 | N. Medina | ||
| 8 | Nicolás Andrés Wunsch Tomás | ||
| 9 | J. Neris | ||
| 10 | X. Biscayzacú | ||
| 16 | A. Perdomo | ||
| 18 | Lorenzo Cafaro | ||
| 24 | L. de los Santos | ||
| 25 | Diego Abella | ||
| 27 | J. Jorge | ||
| 29 | T. Pozzo | ||
| 30 | E. Cuello | ||
| 55 | M. Rabuñal |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 18 | Emiliano Alonso | ||
| 19 | J. Diaz | ||
| 21 | N. Scotti | ||
| 22 | A. Torterolo | ||
| 26 | B. Montenegro | ||
| 77 | F. Castro | ||
| 99 | Lautaro Navarro |