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Dynamo Dresden

GermanyGegründet: 1953Stadion: Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden (32.066 Plätze)Trainer: M. Walpurgis

Geschichte

Die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V., kurz Dynamo Dresden, ist ein Fußballverein aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden.

Der Verein wurde am 12. April 1953 in der Schauburg gegründet und zählt mit 39.634 Mitgliedern (Stand: 30. September 2026) zu den 25 mitgliederstärksten Sportvereinen Deutschlands. Spielstätte ist das Rudolf-Harbig-Stadion am Großen Garten.

Dynamo Dresden ist mit 98 Europapokalspielen einer der erfolgreichsten und populärsten Vereine in der Geschichte des DDR-Fußballs. Er wurde in der DDR-Oberliga achtmal Meister und gewann siebenmal den FDGB-Pokal. Nach der Deutschen Wiedervereinigung spielte Dynamo von 1991 bis 1995 in der Fußball-Bundesliga. Im Jahr 1995 wurde der Verein wegen einer bisher einmaligen Lizenzverweigerung eines Erstligisten aufgrund fehlender Liquidität in Höhe von 10 Millionen Mark durch Missmanagement des damaligen Club-Präsidenten und nachgewiesenen Betrügers Rolf-Jürgen Otto in die Regionalliga zurückgestuft, kurzzeitig stieg er sogar in die vierte Liga ab. Derzeit spielen die „Schwarz-Gelben“ in der 2. Fußball-Bundesliga, nachdem sie zur Saison 2025/26 aus der 3. Liga aufgestiegen sind.

Die bekanntesten Spieler des Vereins sind der 100-fache DDR-Nationalspieler Hans-Jürgen Dörner, Europameister und Europas Fußballer des Jahres 1996 Matthias Sammer sowie der DFB-Pokalsieger und mehrfache Torschützenkönig der 1. Bundesliga Ulf Kirsten.

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SG Polizei / SV Deutsche Volkspolizei Dresden

Am 1. Oktober 1948 wurde die SG Polizei Dresden offiziell gegründet, wie weitere Polizeisportvereine in anderen ostdeutschen Städten in dieser Zeit auch. Sie bestand aber wahrscheinlich schon ab 1946. Sie spielte zunächst in der untersten 1. Kreisklasse Dresden (5. Liga) in den Saisons 1948/49 und 1949/50. Im Juni 1950 wurde vom Deutschen Sportausschuß entschieden, dass die SG Polizei Dresden ab der nächsten Saison 1950/51 in der Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR, spielen sollte. Sie sollte den Platz der SG Friedrichstadt einnehmen, die nach einer fragwürdigen Niederlage im letzten entscheidenden Spiel um die DDR-Fußballmeisterschaft von der Sportleitung aufgelöst worden war, woraufhin die meisten ihrer ehemaligen Spieler in den Westen gingen.

(Die SG Polizei Dresden hatte zufälligerweise beim Vorspiel zu diesem letzten Meisterschaftsspiel am 16. April 1950 gegen Volkspolizei Plauen gespielt). Am 20. Juni wurde sie in SV Deutsche Volkspolizei Dresden umbenannt.

Der Chef der Deutschen Volkspolizei Kurt Fischer ordnete an, die besten Fußballer der VP-Fußballvereine im mittlerweile erstklassigen SV Deutsche Volkspolizei Dresden zu konzentrieren. Dazu wurden seit dem 28. Juli die 40 leistungsstärksten Spieler aus anderen VP-Fußballvereinen in Forst vier Wochen lang getestet.

Es wurden 17 Spieler aus 11 verschiedenen Städten ausgewählt und nach Dresden delegiert, darunter vier wichtige Leistungsträger aus der SV Deutsche Volkspolizei Potsdam. In ihrer ersten Saison spielte die SV Deutsche Volkspolizei Dresden in folgender Stammbesetzung:

Heinz Klemm (vorher SG DVP Leipzig) – Herbert Schoen (vorher SG DVP Potsdam), Manfred Michael (vorher SG DVP Potsdam) – Horst Beulig, Günter Usemann (vorher SG DVP Altenburg), Kurt Zernecke – Kurt Fischer, Otto Blochmann, Günter Schröter (vorher SG DVP Potsdam), Rudolf Möbius (vorher SG DVP Meißen), Johannes Matzen (vorher SG DVP Potsdam).

Außerdem waren Karl-Heinz Holze (SG Volkspolizei Schwerin), Horst Kiesewetter, Herbert Maschke (SG Volkspolizei Dresden) ausgewählt worden.

Mit dem vierten Tabellenplatz 1951 und dem zweiten Platz 1952 konnte sich die Dresdner Elf auf Anhieb als Spitzenmannschaft etablieren und 1952 sogar den FDGB-Pokal gewinnen.

Erste Jahre als SG Dynamo Dresden

Am 12. April 1953, wenige Tage nach der Gründung der zentralen Sportvereinigung Dynamo, wurde die Sportgemeinschaft in einer Gründungsversammlung im Dresdner Filmtheater Schauburg in SG Dynamo Dresden umbenannt. Zugleich wurde sie in die SV Dynamo, die Sportorganisation der inneren Sicherheitsorgane der DDR (MfS, Volkspolizei, Zoll), eingegliedert. Der 12. April 1953 gilt seither als offizielles Gründungsdatum der SG Dynamo Dresden. Im selben Jahr gewann Dynamo seine erste DDR-Fußballmeisterschaft durch ein 3:2 n. V. gegen die BSG Wismut Aue.

Im November 1954 wurde die Mannschaft von Dynamo Dresden komplett nach Berlin delegiert, um dort unter dem Namen SC Dynamo Berlin eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Die Dresdner SG Dynamo wurde am 1. Januar 1955 für die zuvor aufgelöste Fußballabteilung des SC DHfK Leipzig in die sogenannte I. Liga, die zweithöchste Spielklasse der DDR, eingestuft, musste aber am Saisonende in die neu geschaffene II. DDR-Liga absteigen. Nach nur zwei Spielzeiten konnte auch hier die Klasse nicht gehalten werden; 1957 spielte der Verein nur noch in der viertklassigen Bezirksliga, womit diese Saison den sportlichen Tiefpunkt markierte. Darauf folgten der direkte Wiederaufstieg und ein Jahr später die Rückkehr in die DDR-Liga. Als Erster der Saison 1961/62 stieg die SGD wieder in die Oberliga auf, musste aber bereits 1963 wieder absteigen. Dem direkten Wiederaufstieg 1964 folgte 1968 der erneute Sturz in die Zweitklassigkeit. Nach der erneuten direkten Rückkehr 1969 konnte sich Dynamo Dresden in der Oberliga etablieren und blieb dort bis zu deren Auflösung 1991.

Dynamo Dresden wurde mit der Entscheidung des DTSB-Bezirksvorstandes am 5. August 1968 zum Leistungszentrum im Bezirk Dresden erklärt. Dies bedeutete, dass der Verein die Suche nach Spielern in der gesamten Region fortsetzen konnte. Was Förderung betrifft, genoss Dynamo Dresden dieselben Vorteile wie die stark geförderten DDR-Fußballclubs. Obwohl der Verein weiterhin unter dem Namen „Sportgemeinschaft“ firmierte, handelte es sich faktisch um einen FC.

1970er Jahre

Den Trainerposten bei Dynamo hatte im Juni 1969 Walter Fritzsch übernommen. Der berühmte Dresdner Kreisel kam in Schwung. Damit begann die bis heute glanzvollste Ära der Vereinsgeschichte, in deren Verlauf Dynamo Dresden neben dem 1. FC Magdeburg zur dominierenden Mannschaft im DDR-Vereinsfußball aufstieg. Dabei gelang Dynamo in den Spielzeiten 1969/70 bis 1979/80 trotz der Konkurrenz durch die anderen, ähnlich stark geförderten DDR-Fußballclubs elfmal in Folge ein Platz unter den besten drei Mannschaften der Tabelle, was zur Teilnahme am Europapokal-Wettbewerb berechtigte.

In der Saison 1970/71 erreichte Dynamo nach 1953 souverän seine zweite Meisterschaft, wenige Wochen später gewann es ebenfalls zum zweiten Mal das Pokalfinale und erreichte somit das erste Double der Geschichte des DDR-Fußballs. Weitere Meistertitel folgten 1973 (Wahl zur DDR-Mannschaft des Jahres) sowie in den drei aufeinander folgenden Spielzeiten 1976, 1977 und 1978. Im Jahr 1977 gewannen die Dresdner neben der Meisterschaft wiederum den Pokalwettbewerb. Darüber hinaus standen sie 1975 im Pokalfinale, verloren dort allerdings gegen die BSG Sachsenring Zwickau im Elfmeterschießen, wobei der Zwickauer Torhüter Jürgen Croy das entscheidende Tor selbst schoss.

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Kader

#TorhüterAlterSpieleTore
1T. Schreiber23
22L. Grill26
37D. Mesenhöler30
40E. Bethke22
#MittelfeldAlterSpieleTore
8L. Herrmann26
10J. Lemmer25
18R. Wagner22
21T. Raschl25
24P. Čović18
27N. Hauptmann29
Q. Enold18
A. Riedel20
#SturmAlterSpieleTore
7K. Okpala21
9V. Vermeij31
11K. Inanoglu20
16N. Fröling25
20B. Bobzien22
33C. Daferner27

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