Geschichte
Der CS Grevenmacher ist ein luxemburgischer Fußballverein. Der Verein aus der an der Grenze zu Deutschland liegenden Stadt Grevenmacher wurde 2003 erstmals luxemburgischer Fußballmeister. Seine Heimspiele trägt der CSG im Stade Op Flohr aus.
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1908 bis 1924: Startschwierigkeiten
Der Verein wurde zwischen dem 14. August und dem 16. Oktober 1908 unter dem Namen Stade Mosellan gegründet. Ein Jahr später trat man der Fédération des Sociétés Luxembourgeoises des Sports Athlétiques (FSLSA) bei, dem damals zuständigen Verband für Fußball, Leichtathletik, Schwimmen und Radfahren. Jedoch war das erste Bestehen von kurzer Dauer, denn bereits ein Jahr nach dem Beitritt wurde auf dem Platz des Vereins, einer umfunktionierten Wiese, ein Mast für eine Seilbahn errichtet, wodurch die Austragung von Spielen unmöglich wurde. Als dieser Mast kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges wieder entfernt wurde, wurde der Verein unter dem Namen Club Sportif neugegründet. Doch auch dieses Mal hatte der Verein nur kurz Bestand, da die Wiese mit Beginn des Weltkrieges zu einem Heereslager umfunktioniert wurde.
Erst 1919 wurde das Fußballspiel in Grevenmacher wieder aufgenommen. Mit einem Sieg im Coupe des 10 Cantons im Jahre 1922 verbuchte der Verein seinen ersten Erfolg, ehe 1924 abermals der Spielbetrieb eingestellt werden musste. Dieses Mal wurde das Spielfeld durch eine Industrieanlage eingeengt und dadurch unbrauchbar.
1930 bis 1944: Aufenthalte in unteren Ligen
1930 wurde auf einem neuen Spielfeld im „Pietert“ ein neuer Anlauf genommen. Der Verein startete in der 3. Division (4. Liga) und qualifizierte sich zwei Jahre später für 2. Division, die ab 1932 die neue vierte Ligenebene darstellte. Schon 1936 musste der Gang zurück in die 3. Division (mittlerweile 5. Liga) angetreten werden. Der Aufenthalt in der untersten Liga war allerdings nur von kurzer Dauer. 1938 stieg der Klub mit elf Siegen und einem Unentschieden aus zwölf Saisonspielen souverän wieder auf. Und in der darauf folgenden Saison spielte man auch in der 2. Division im Aufstiegsrennen eine Rolle. Am Ende stand man um einen Punkt besser als der Daring Club Echternach auf Rang 2 und stieg in die Promotion (3. Liga) auf. Mit lediglich sieben Punkten aus 18 Partien erfolgte am Ende der Saison 1939/40 postwendend der Abstieg.
Während der Kriegsjahre 1940 bis 1944 kam die Aktivität beim CSG fast vollständig zum Erliegen. Unter der Besatzung durch die Wehrmacht wurde der Verein in FK Grevenmacher zwangsumbenannt.
1945 bis 1993: „Fahrstuhlmannschaft“ und verlorene Pokalfinals
Nach Kriegsende startet der Verein in der Saison 1945/46 unter seinem alten Namen CS Grevenmacher in der 4. Liga und begann einen rasanten Aufstieg. Obwohl nur der vierte Platz am Ende der Saison belegt wurde, stieg man wegen Aufstockungen in den höheren Ligen auf. In der nächsten Saison war man, obwohl unerwartet aufgestiegen, in der dritten Liga äußerst erfolgreich. Durch einen 4:2-Sieg über die Young Boys Diekirch stand man als Aufsteiger in die 1. Division (2. Liga) fest.
Nach einer Saison im Abstiegskampf, belegte man in der Saison 1948/49 Platz 3 in der 2. Liga, was zum erstmaligen Aufstieg in die Ehrendivision (heute Nationaldivision) berechtigte. Innerhalb von nur vier Jahren war man aus der vierten Spielklasse in die erste Liga aufgestiegen. Der Aufenthalt in der höchsten luxemburgischen Spielklasse war zunächst nur von kurzer Dauer, mit 9 Punkten (3 Siege, 3 Unentschieden) aus 22 Spielen stieg der CS Grevenmacher als Tabellenletzter wieder in die 1. Division ab. In der Saison 1950/51 gelang dem Verein der erstmalige Einzug in das Finale des Coupe de Luxembourg. Dort unterlag man dem Erstligisten SC Tétange nach einem 1:1 im ersten Aufeinandertreffen mit 0:2 im Wiederholungsspiel.
Die Saison 1952/53 verlief wieder recht erfolgreich für die Ostluxemburger. In der Liga belegte man den 1. Platz und stieg dadurch das zweite Mal nach 1949 in die Ehrendivision auf, und auch im Pokal stand man das zweite Mal im Finale. Dieses Mal musste man sich den Red Boys Differdingen mit 2:1 geschlagen geben. Auf dem Weg ins Finale schaltete man dabei nacheinander die Erstligisten CS Fola Esch, Red Star Merl und Stade Düdelingen aus. In der folgenden Saison hielt man sich mit einem 4. Platz in der obersten Spielklasse und im Pokal folgte die nächste Finalteilnahme, aber auch im dritten Anlauf scheiterte man (0:5 gegen Jeunesse Esch). Der Abschied aus der obersten Spielklasse war für CSG in der Saison 1954/55 nur von kurzer Dauer. In der 1. Division stellte man in der darauf folgenden Saison einen Rekord auf: Mit 22 Siegen aus 22 Spielen und einem Torverhältnis von 111:9 stieg man als überlegener Meister wieder auf.
1959 erreichte der Club Sportif das bereits vierte Mal in acht Jahren das Pokalfinale, doch auch dieses Mal sollte es nicht zum ganz großen Erfolg reichen. Mit 1:3 nach Verlängerung unterlag man Union Luxemburg. Es sollte bis 1995 das letzte Finale des CSG gewesen sein. In der nächsten Saison erreichte man das dahin beste Saisonergebnisse, als man die Liga mit dem 3. Platz abschloss. Nach sechs Spielzeiten in der mittlerweile in Nationaldivision umbenannten obersten Spielklasse stieg der Verein 1961/62 erneut in die 2. Liga ab. Erst 1968 kehrte man zurück ins Oberhaus, verpasste den Klassenerhalt aber um die Winzigkeit von einem Tor in der Tordifferenz. Auch die beiden folgenden Saisons reihten sich in das Schema beim CSG. Dem direkten Aufstieg in der Saison 1969/70 folgte eine Saison später der nächste Abstieg aus der höchsten Klasse. Erst wieder 1977 gelang der Aufstieg. Der Aufenthalt in der 1. Liga dauerte dieses Mal bis 1984, ehe eine einjährige Unterbrechung mit einem Aufenthalt in der 2. Liga eintrat. Der neuerliche Aufstieg war mittlerweile der fünfte und seither letzte in die höchste Spielklasse.
Mit der Saison 1988/89 begann der CS Grevenmacher sich in der 1. Liga zu etablieren. Erstmals qualifizierte man sich für die ein Jahr zuvor geschaffene Meisterschafts-Play-off-Runde, die am Ende der Saison stattfand. Zwar belegte man den letzten Platz (6.), doch sollte man für die nächsten Jahre niemals schlechter platziert sein. Durch die Präsidentschaft von Theysen Jos im Jahre 1992, der den Verein auch sponserte war es dem CS Grevenmacher erstmals in seiner Vereinsgeschichte möglich auch über längere Zeit um die obersten Ligapositionen mitzuspielen.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| E. Delaporte | 1 | 0 | |
| C. Muller | 1 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| D. Brzyski | 7 | 0 | |
| V. Speller | 14 | 0 | |
| M. Trierweiler | 17 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| B. Dahlke | 7 | 0 | |
| J. Eshun | 8 | 0 | |
| André Mota | 8 | 0 | |
| A. Pfeiffer | 0 | 0 | |
| M. Reckovic | 15 | 0 | |
| M. Schott | 4 | 1 | |
| I. Šehović | 12 | 0 | |
| D. Steinmetz | 21 | 2 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| X. Ferizaj | 0 | 0 | |
| F. Gaspar | 19 | 2 | |
| Keiven | 4 | 0 | |
| J. Kitenge | 4 | 1 |