Italy

Inter

ItalyGegründet: 1908Stadion: Stadio Giuseppe Meazza, Milano (80.018 Plätze)Trainer: Cristian Chivu

Geschichte

Der Football Club Internazionale Milano, kurz Internazionale oder Inter, im deutschsprachigen Raum bekannt als Inter Mailand, ist ein 1908 gegründetes italienisches Fußballunternehmen aus der lombardischen Hauptstadt Mailand.

Weitere Bezeichnungen sind I Nerazzurri („Die Schwarz-Blauen“), La Beneamata und Il Biscione.

Mit 21 nationalen Meistertiteln, zehn nationalen Pokalsiegen, dem dreimaligen Gewinn des Europapokals der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League, dem zweimaligen Gewinn des Weltpokals, einmal der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und drei Finalsiegen im UEFA-Pokal bzw. der UEFA Europa League zählt Inter zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt. Der Verein ist außerdem einer von acht Klubs, die in einer Saison das große Triple gewonnen haben.

Inter ist der einzige Klub in Italien, der seit Gründung der Serie A durchgehend in der höchsten Spielklasse teilnimmt.

Heimspielstätte ist das auch unter dem ehemaligen Namen San Siro bekannte Giuseppe-Meazza-Stadion. Dieses teilt sich der Klub mit dem Stadtrivalen AC Mailand.

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Anfänge (1908–1929)

Der FC Internazionale Milano wurde am 9. März 1908 von mehreren verärgerten kosmopolitischen Mitgliedern des „Milan Cricket and Football Club“ (der heutigen AC Mailand) im Mailänder Ristorante Orologio, nahe der Piazza del Duomo, gegründet. Die hitzige, fast fünfstündige Gründungssitzung, der Italiener und Schweizer beiwohnten, endete mit den Unterschriften auf der Vereinssatzung. Der „Football Club Internazionale Milano“, wie sich der Verein offiziell nannte, wurde vom nationalistischen Milan CFC, in dem nur Italiener spielen durften, abgespalten.

Der Name Internazionale („International“) wurde gewählt, um die Offenheit der Mannschaft für Spieler aller Nationalitäten zu demonstrieren. Zum Präsidenten wurde Giovanni Paramithiotti, ein streng katholischer Venezianer, gewählt, erster Kapitän wurde der Schweizer Hernst Manktl. Die Vereinsfarben waren schon damals Schwarz-Blau. Das erste Wappen (mit den Initialen FCIM) wurde während der Gründungssitzung auf einen Bierdeckel gezeichnet. Ein weiteres Symbol für „Internazionale“ wurde das Wappen der ehemaligen Herrscherfamilie Mailands, der Visconti. Daher rührt auch die Sitte, die Spieler als die „Biscioni“ (Schlangen), zu bezeichnen. Während die AC Mailand in der Frühzeit der Verein der Arbeiter war, wurde Inter zum Verein der Bürger, Künstler und Intellektuellen.

Die Anfänge von Inter waren aufgrund der finanziellen Lage schwierig. So mussten sich die Spieler ihre Schuhe und sogar ihre Trikots selbst kaufen. Trotzdem holte der Verein bereits zwei Jahre nach seiner Gründung den ersten Titel: Unter Kapitän und Trainer Virgilio Fossati wurde im Jahr 1910 die Meisterschaft gewonnen, auch wenn es den Begriff „Scudetto“ damals noch nicht gab und dieser Titel sowie der folgende 1920 nicht mit den späteren Titeln verglichen werden kann (siehe dazu auch Serie A).

Die Umbenennung in Ambrosiana-Inter (1929–1955)

Inter wurde 1929/30 erster Meister der neu gegründeten gesamtitalienischen Profiliga Serie A. Im Kader der vom Ungarn Árpád Weisz trainierten Meistermannschaft befand sich Giuseppe Meazza, der zwei Jahre zuvor zu Inter gekommen war. Mit Meazza, der als einer der besten italienischen Fußballer der Geschichte gilt, wurde Inter in der Folge zwei weitere Male Meister und einmal Pokalsieger. In diesen Jahren war Juventus Turin der Hauptrivale von Inter. Die Partien zwischen den beiden Vereinen werden heute als Derby d’Italia bezeichnet. Zurückzuführen ist das unter anderem auch auf die Tatsache, dass Inter und Juve lange Zeit die einzigen beiden italienischen Klubs waren, die noch nie aus der höchsten Spielklasse abgestiegen waren. Mit dem Zwangsabstieg von Juventus im Jahr 2006 verbleibt allein Inter als Dauermitglied der Serie A.

Während der Zeit des faschistischen Regimes musste Inter, das sich nach der Ansicht Mussolinis zu offen gab, 1928 gezwungenermaßen mit der US Milanese zur „Società Sportiva Ambrosiana“ (ab 1932 „Associazione Sportiva Ambrosiana-Inter“) fusionieren. Die Meisterschaften 1936/37 und 1939/40 wurden trotz des Krieges gewonnen, da in Italien bis 1943 Fußball gespielt wurde.

Im Jahr 1945 wurde der Verein wieder in „Football Club Internazionale“ umbenannt und erkämpfte sich seine Vormachtstellung in Italien zurück. Unter Trainer Alfredo Foni wurde Inter 1952/53 und 1953/54 Meister. Spieler dieser Mannschaft waren der schwedischen Nationalspieler Lennart Skoglund, der Ungar István Nyers und der italienische Nationalspieler Benito Lorenzi.

Das Titelduell zwischen Juventus und Inter im Jahr 1961 wurde zum Skandal der Serie A: Damals drängten zu viele Zuschauer in das Turiner Stadio Comunale. Nach einem Pfostenschuss von Inter kam es zu Unruhen, was den Schiedsrichter zwang, das Spiel abzubrechen. Wie üblich wertete man das Spiel 2:0 für Inter, die Gästemannschaft, womit die Mailänder die Tabellenführung übernahmen. Der Verband ordnete jedoch einen Tag vor Saisonende ein Wiederholungsspiel an. Beachtenswert ist, dass damals Umberto Agnelli sowohl Präsident des italienischen Fußballverbands als auch von Juventus war. Inter, das aufgrund der Vorgänge völlig aus der Fassung gebracht worden war, verlor sein letztes Ligaspiel, während die Turiner unentschieden spielten – Juventus war Meister. Aus Wut ordnete Inters Präsident Angelo Moratti an, dass Inter im nun bedeutungslosen Wiederholungsspiel eine Jugendmannschaft auflaufen ließ. Juventus siegte 9:1. Den Ehrentreffer für die Mailänder erzielte der junge Stürmer Sandro Mazzola, der zum ersten Mal für die Profimannschaft auflief und später einer der besten Spieler Italiens wurde.

„Grande Inter“ (1955–1972)

Nachdem der Ölmagnat Angelo Moratti Inter-Präsident geworden war, gelangten die Nerazzurri in den 1960er Jahren zu großem Ruhm – die Ära Angelo Moratti gilt bis heute als erfolgreichste Zeit des Vereins. Maßgeblich am Erfolg beteiligt war Helenio Herrera, der damalige Trainer. Der in Marokko aufgewachsene Argentinier war neben seinem Spielsystem (siehe Catenaccio) vor allem auch wegen seiner ungewöhnlichen Spielvorbereitung berühmt. In der Umkleidekabine mussten zum Beispiel die Spieler Kirchenlieder singen oder sich den Ball in schneller Folge zuwerfen, um Vertrauen und Mannschaftsgeist zu entwickeln.

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Kader

#TorhüterAlterSpieleTore
1Josep Martinez2880
12Raffaele Di Gennaro3300
40Alain Taho1900
49Ivan Provedel3220

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