Serbia

Jedinstvo Ub

SerbiaGegründet: 1920Stadion: Stadion Dragan Dzajić, Ub (4.000 Plätze)Trainer: A. Kristić

Geschichte

Der FK Jedinstvo Ub (vollständiger Name auf Serbisch: Фудбалски клуб Јединство Уб − ФК Јединство Уб, Fudbalski klub Jedinstvo Ub – FK Jedinstvo Ub), auch bekannt als Jedinstvo Ub oder einfach nur Jedinstvo, was so viel wie „Einigkeit“ oder „Einheit“ bedeutet, ist ein serbischer Fußballverein aus der Kleinstadt Ub, der in der Super liga spielt, der höchsten Spielklasse im serbischen Fußball.

Gegründet 1920, verbrachte der Verein die ersten Jahrzehnte in den regionalen Ligen des Königreichs Jugoslawien (1918–1945). Auch im sozialistischen Jugoslawien (1945–1992) spielte er, abgesehen von paar Jahren der Drittligazugehörigkeit, in den unteren Ligen. Für größeres Aufsehen sorgte der Club in der Zeit der Bundesrepublik Jugoslawien (1992–2003) und von Serbien und Montenegro (2003–2006), als der FK Jedinstvo Ub von 2000 bis 2006 sechs Jahre in der 2. Liga spielte. Seit der Auflösung des Staatenbundes 2006 spielte er auch in Serbien zunächst in den unteren Ligen.

Im Jahr 2016 übernahm der serbische Nationalspieler und Spieler des FC Chelsea, Nemanja Matić, den Verein, für den er in der Jugend spielte. Seitdem machte er einige Fortschritte, sodass Jedinstvo Ub 2022 nach 16 Jahren wieder in die 2. Liga aufstieg und seit 2024 erstmals in der 1. Liga spielt. Seine Heimspiele trägt der Verein im 1976 erbauten Stadion Dragan Džajić aus, seit 2024 auch im Stadion Voždovac, das sich in Belgrad befindet.

Zu den herausragendsten Spielern, die in den letzten 25 Jahren für die Seniorenmannschaft des Vereins aktiv waren, zählen Dušan Basta, Boško Janković, Aleksandar Luković, Radosav Petrović sowie zuletzt Ivan Radovanović, Darko Jevtić und Uroš Matić. Als größte Erfolge der Vereinsgeschichte gelten die serbische Zweitliga-Vizemeisterschaft 2024 und der Aufstieg in die 1. serbische Liga 2024.

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1918–1992: Gründungsjahre und erste größere Erfolge

Der FK Jedinstvo Ub gehört zu den ältesten und bekanntesten Fußballclubs in Serbien. Seine Gründung fiel in eine Zeit, in der der Fußball in Serbien und im ehemaligen Jugoslawien (1918–2003) an Popularität gewann. Im Jahr 1920 wurde er von einer Gruppe Einheimischer in der serbischen Kleinstadt Ub im Königreich Jugoslawien (1918–1945) ins Leben gerufen. In den ersten Jahrzehnten seines Bestehens spielte der Verein in regionalen Ligen. Zu dieser Zeit spielte der aus Ub stammende Ratko Čolić für den Club, bevor er später zum jugoslawischen Nationalspieler avancierte.

Während des Zweiten Weltkrieges(1939–1945) wurde Jugoslawien 1941 von Nazi-Deutschland und seinen Verbündeten überfallen, besetzt und in verschiedene Zonen unterteilt. Ein erheblicher Teil Serbiens, einschließlich der Region um Ub, fiel unter die brutale Herrschaft der NS-Diktatur. Unter der militärischen Okkupation musste der Verein seinen Spielbetrieb einstellen, und die Region schloss sich dem bewaffneten Widerstand gegen die Besatzer an. Mit dem Sieg der jugoslawische Volksbefreiungsarmee 1944 wurde Ub wieder Teil des nun Sozialistischen Jugoslawien (1945–1992). In diesem Ligasystem nahm der Club von Anfang an teil und feierte seine ersten größeren Erfolge. Er spielte 1952 in der 3. Liga, 1953 in der 2. Liga und erneut in der 3. Liga von 1967 bis 1969, von 1978 bis 1981 sowie 1986. Während dieser Periode wurde 1976 auch das Heimstadion gebaut.

Neben Čolić, der sich in den 1950er beim Partizan international einen Namen machte, trugen vor allem zwei weitere Spieler, die ebenfalls aus Ub stammten und in der Jugend des Vereins groß wurden, zur Popularität von Jedinstvo bei: Dragan Džajić und Dušan Savić. Džajić wurde in den 1960er von Miljan Miljanić, dem damaligen Jugendtrainer und späteren Proficoach von Roter Stern und Real Madrid, im Alter von 15 Jahren in Ub entdeckt. Bei Roter Stern entwickelte er sich zu einem der besten linken Flügelspieler aller Zeiten. Bei der Ballon d'Or-Wahl 1968 belegte Džajić den dritten Platz, hinter Bobby Charlton und George Best. Auch Savić wechselte 1972 als 16-jähriger zu Roter Stern, wo er Torschützenkönig der 1. Liga und Spieler von internationalem Format wurde. Alle drei haben die Bekanntheit des Clubs bis heute stark geprägt, auch wenn Čolić der einzige war, der für die erste Mannschaft spielte.

1992–2006: Partnerschaft mit Roter Stern und 2. Liga

Mit dem Ende des 1945 gegründeten Sozialistischen Jugoslawien im Jahr 1991 wurde 1992 die Bundesrepublik Jugoslawien gegründet, die aus Serbien und Montenegro bestand. Im Jahr 2003 änderte sie ihren Namen in Serbien und Montenegro, der bis zur Auflösung des Staatsbundes 2006 Bestand hatte. Somit war der Verein von 1992 bis 2006 im Ligasystem der Bundesrepublik und in dem von Serbien-Montenegro aktiv. Zu Beginn dieser Periode spielte er in den unteren Ligen, doch in den späten 1990er etablierte man eine Partnerschaft mit dem serbischen Spitzenverein Roter Stern Belgrad und wurde deren Entwicklungsaffiliate. Eines der ersten bedeutenden Leihgeschäfte war Nenad Kovačević, der für die Saison 1997/1998 nach Ub ausgeliehen wurde, sich später zum serbischen Nationalspieler entwickelte und in der Ligue 1 spielte. Ende März 1999 wurde der Fußballbetrieb aufgrund der NATO-Angriffe auf Jugoslawien im Rahmen des Kosovokriegs (Februar 1998 – Juni 1999) landesweit eingestellt, wobei auch Ub und die Region bombardiert wurde.

Im Jahr 2000 gewann Jedinstvo Ub die 3. Liga und sicherte sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die 2. Spielklasse, genauer gesagt in die damalige Gruppe West der aus vier Gruppen bestehenden 2. Liga. Nach dem Abstieg 2002 sicherte sich Jedisntvo im folgenden Jahr mit einem weiteren Meistertitel den Wiederaufstieg und verbrachte die nächsten drei Jahre in der 2. Spielklasse, wobei er 2004 unter Nebojša Maksimović den dritten Platz erreichte. Somit verbrachte Jedinstvo von 2000 bis 2006 insgesamt sechs Jahre in der 2. Liga. Während dieser Zeit absolvierte Innenverteidiger Nikola Ignjatijević zwischen 2002 und 2005 insgesamt 79 Spiele für den Verein.

Zu diesen Erfolgen trug die Partnerschaft mit Roter Stern maßgeblich bei, denn von 1999 bis 2005 spielten nahezu hundert Spieler aus Belgrad in Ub. Die bekanntesten unter ihnen waren Dušan Basta, Boško Janković und Aleksandar Luković, die später in der Serie A aktiv waren, aber auch Dragan Mrđa, der ebenfalls eine internationale Karriere einschlug. Gemeinsam trugen sie 2004 zu dem dritten Platz bei. Darüber hinaus konnte man sich für den jugoslawischen Pokal qualifizieren, wo Jedinstvo 2003 in der 1. Runde den favorisierten Erstligisten Vojvodina überraschend im Elfmeterschießen besiegte, anschließend jedoch im Achtelfinale an den Erstligisten Zemun mit 0:1 scheiterte, ebenso wie 2004 in der 1. Runde an Smederevo. Darauf solle man sich über Jahre nicht mehr für den nationalen Pokal qualifizieren.

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Kader

#TorhüterAlterSpieleTore
1I. Jovanović36
41J. Ribic24
78M. Ganić21
F. Novkovic17
#MittelfeldAlterSpieleTore
4D. Nesic23
5Luka Durdevic
20Abdel Ahamat18
22N. Grujic19
23N. Jokic18
36M. Terzić20
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