Geschichte
Die Sportvereinigung Oberbank Ried i.I., 1912 ist ein Fußballverein aus der oberösterreichischen Stadt Ried im Innkreis in Österreich und spielt derzeit in der höchsten Spielklasse, der Bundesliga. Die Profifußballabteilung ist seit dem 1. Jänner 2017 in die SV Ried Fußball GmbH ausgegliedert, deren einziger Gesellschafter der Verein ist.
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Anfänge des Vereins
Die SV Ried wurde im Jahre 1912 gegründet und spielte bis 1955, unterbrochen durch die Weltkriege, in der oberösterreichischen 1. und 2. Klasse (den beiden untersten Ligen). Nach dem Ersten Weltkrieg trat der Fußballverein 1919 zunächst als Fußballklub (FC) Germania Ried auf. Der FC Germania Ried war einer von fünf Gründungsmitgliedern des 1919 aus der Taufe gehobenen Fußballverbands für Oberösterreich und Salzburg. Ab dem Jahr 1920 trat der Rieder Fußballverein als SV Ried auf, die Umbenennung erfolgte noch im Zuge der Hauptversammlung im November 1919. Im Jahre 1955 gelang der Aufstieg in die Landesliga, von der man allerdings vier Jahre später wieder in die 1. Klasse West abstieg. Im Jahre 1962 gelang der neuerliche Aufstieg in die mittlerweile eingeführte Bezirksliga, im Jahr 1970 der weitere Aufstieg in die 2. Landesliga, wo man bis zum Aufstieg in die 1. Landesliga im Jahr 1976 immer vorne mitspielte und nie schlechter als 5. wurde.
Aufstieg in die Bundesliga
Bis 1991 spielte die SV Ried in der 1. Landesliga, wurde 1986 Vizemeister sowie Innviertler-Cupsieger und Oberösterreichischer Landes-Cupsieger. In den Jahren 1988 und 1990 wurde man bereits zweimal Meister, schaffte jedoch den Aufstieg in die damalige 2. Division der Österreichischen Bundesliga in den notwendigen Qualifikationsspielen nicht. In beiden Jahren scheiterte man im Relegationsturnier am Kärntner Verein Wolfsberger AC. Im Jahre 1991 konnte die SV Ried den 3. Landesmeistertitel feiern und krönte die Saison mit dem Aufstieg in die 2. Division. Im Relegationsturnier setzte sich die SV Ried gegen SVL Flavia Solva (Steiermark) und SVG Bleiburg (Kärnten) durch. Maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte Klaus Roitinger, damals noch Spielertrainer, der durch spätere Erfolge und Vereinstreue zu einer Art Kulttrainer avancierte, mit 2 Toren im entscheidenden Spiel gegen Flavia Solva, welches die SV Ried vor der Rekordkulisse von 5000 Zusehern mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Gegen Ende ihrer Debüt-Saison in der Bundesliga lag die SV Ried auf einem Abstiegsplatz, der sofortige Wiederabstieg schien beinahe unausweichlich. Doch in einer der wichtigsten Partien der Vereinsgeschichte konnte die SV Ried in der letzten Runde am 3. Juni 1992 den sich bereits in Sicherheit wiegenden SR Donaufeld im direkten Duell dank eines Tores von Christian Mayrleb mit einem 1:0-Auswärtssieg in Wien noch um einen Punkt überholen, und damit den Klassenerhalt in der 2. Division sichern, wodurch die Höhenflüge der nachfolgenden Jahre erst möglich wurden. Nach 4 Jahren in der zweiten österreichischen Spielklasse gelang als Zweitplatzierter der 2. Division über die Relegation gegen den Neunten der 1. Division, den FC Linz, am 24. Juni 1995 der Aufstieg in die höchste Liga Österreichs. In den Medien war vom „Fußballwunder Ried“ zu lesen.
Aufstieg in die 1. Bundesliga, erster Cupsieg, Abstieg
Von 1995 bis 2003 spielte die SV Ried in der 1. Bundesliga und belegte bis auf den allerletzten Spieltag 2003 nie einen Abstiegsplatz.
1998 wurde die SV Ried ÖFB-Cupsieger, wobei im Finale im Gerhard-Hanappi-Stadion in Wien der SK Sturm Graz mit 3:1 (2:0) bezwungen wurde. Drei Tage später starb Kotrainer Marinko Ivsic bei einem Verkehrsunfall.
Im anschließenden Europapokal der Pokalsieger trug die SVR ihre Heimspiele im Stadion der Stadt Linz aus, da das alte Rieder Stadion nicht über genügend Sitzplätze verfügte. In der ersten Runde konnte man MTK Budapest mit zwei Siegen (2:0, 1:0) aus dem Wettbewerb werfen, in der zweiten feierten die Rieder gegen Maccabi Haifa einen 2:1-Heimsieg, unterlagen jedoch im Rückspiel am 5. November 1998 mit 1:4 und schieden aus.
2003 stieg die SV Ried in einem kuriosen Finish in die Erste Liga ab, erhielt aber einige Monate später mit dem Fill Metallbau Stadion ein neues bundesligataugliches Stadion, welches 7.680 Zusehern Platz bietet.
Die Trainer in der ersten Bundesliga-Phase der SV Ried waren Klaus Roitinger (1. Juli 1988 bis 30. Juni 1999), Heinz Hochhauser (1. Juli 1999 bis 30. Juni 2000), Helmut Kronjäger (1. Juli 2000 bis 20. April 2001), Alfred Tatar (1. Juli 2001 bis 30. Juni 2002) und Gerhard Schweitzer (1. Juli 2002 bis offiziell 30. Juni 2003 – für die letzten drei Spiele der Abstiegssaison 2002/2003 kehrte jedoch Klaus Roitinger auf den Trainerposten zurück).
In der zweiten Liga wurde die SVR zunächst von Petar Segrt trainiert – wegen Problemen mit den Spielern und Differenzen mit dem Vorstand allerdings nur vier Monate lang. Am 11. November 2003 übernahm Andrzej Lesiak für den Rest der Saison das Traineramt. Ihm folgte ab 1. Juli 2004 nochmals Heinz Hochhauser, mit dem die SVR 2005 den Wiederaufstieg schaffte. Nach einem Jahr in der Bundesliga wechselte Hochhauser zu Red Bull Salzburg, wo er die Leitung der Nachwuchsarbeit übernahm und später Sportdirektor wurde. Sein Nachfolger war Helmut Kraft.
Wiederaufstieg und Topplatzierungen
Am 24. Mai 2005 fixierte die SV Ried mit einem 3:2-Heimsieg (nach 0:2-Rückstand) gegen den FC Gratkorn in der vorletzten Runde der Meisterschaft den Wiederaufstieg in die Österreichische Bundesliga (das letzte Spiel auswärts gegen Vizemeister Kapfenberg war ob des Torverhältnisses nur noch eine Formsache, wurde aber ebenfalls 3:2 gewonnen). Torschützenkönig wurde Sanel Kuljic mit 34 Treffern, was einen Rekord seit Bestehen der Zehnerliga bedeutete. Darüber hinaus gelang der SV Ried ein neuer Punkterekord in der Ersten Liga mit 77 Punkten.
Mit einem Vereinsbudget von nur 3,2 Millionen Euro war die SV Ried in der Aufstiegssaison 2005/06 jener Verein der Bundesliga, der über die geringsten finanziellen Mittel verfügte. Trotzdem entwickelte sich die SVR zu einer Fußball-Großmacht im heimischen Fill Metallbau Stadion. Zwischen dem 10. September 2004 (0:2 gegen den FC Kärnten) und dem 8. April 2006 (1:2 gegen Pasching) musste sie in 27 Pflichtspielen der ersten und zweiten Liga keine Heimniederlage im neuen Stadion hinnehmen. In der Saison 2005/06 schaffte die SV Ried unter Trainer Heinz Hochhauser mit dem 4. Platz in der Bundesliga die bis dahin beste Platzierung der Vereinsgeschichte und qualifizierte sich damit für den UI-Cup.
Im UI-Cup 2006 konnte die SV Ried sowohl Dinamo Tiflis (Georgien) (3:1/1:0) als auch den FC Tiraspol (Moldawien) (3:1/1:1) aus dem Bewerb werfen und erreichte damit die zweite Runde der UEFA-Cup-Qualifikation. Hier scheiterten die Rieder jedoch gegen den FC Sion aus der Schweiz. Nach einem 0:0 in Ried unterlag die SVR auswärts 0:1. Torschütze für den FC Sion war per Foulelfmeter Ex-Ried-Goalgetter Sanel Kuljic, der erst wenige Wochen zuvor von Ried in die Schweiz gewechselt war.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 1 | Andreas Leitner | 7 | 0 |
| 13 | Hidajet Hankic | 0 | 0 |
| 34 | Dominik Stoger | 0 | 0 |
| 77 | Felix Wimmer | 0 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 5 | Dejan Radonjic | 6 | 0 |
| 7 | Oliver Sorg | 4 | 0 |
| 28 | Samuel Chukwudi | 7 | 1 |
| 29 | Luka Capan | 0 | 0 |
| 30 | Oliver Steurer | 7 | 0 |
| 33 | Alessandro Goiginger | 0 | 0 |
| Simon Schwaiger | 0 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 4 | Lukas Malicsek | 7 | 0 |
| 6 | Yusuf Maart | 7 | 0 |
| 8 | Martin Rasner | 7 | 0 |
| 10 | Jussef Nasrawe | 4 | 0 |
| 11 | Jaedin Rhodes | 5 | 0 |
| 12 | Ante Bajic | 6 | 1 |
| 17 | Philipp Pomer | 6 | 4 |
| 18 | Fabian Rossdorfer | 4 | 0 |
| 22 | Conrad Scholl | 0 | 0 |
| 22 | Stefan Schwab | 7 | 3 |
| 38 | Nermin Mesic | 0 | 0 |
| 40 | Leonit Zeqiri | 0 | 0 |
| 42 | Fabian Lechner | 0 | 0 |
| 47 | Eghosa Aisowieren Evan | 7 | 2 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 9 | Pape Sissoko | 0 | 0 |
| 15 | Joris Boguo | 0 | 0 |
| 19 | Tobias Lund-Jensen | 2 | 0 |
| 21 | Tino Kusanovic | 2 | 0 |
| 36 | Sefiwu Abubakar | 0 | 0 |
| 48 | Raphael Pesu | 0 | 0 |
| 92 | Isaac Kiese | 4 | 3 |
| Elias Krain | 0 | 0 |