Geschichte
Der Sportklub Sturm Graz (durch ein Sponsoring offiziell Sportklub Puntigamer Sturm Graz), kurz SK Sturm Graz oder Sturm Graz, ist ein Fußballverein aus der steirischen Landeshauptstadt Graz. Der Verein spielt in der erstklassigen österreichischen Bundesliga, die Amateurmannschaft in der 2. Liga, die Frauenmannschaft in der ÖFB Frauen-Bundesliga. Heimstätte des SK Sturm Graz ist seit 1997 die Merkur Arena im Bezirk Liebenau. Der Heimatbezirk des SK Sturm Graz ist Jakomini. Dort liegen mit der altehrwürdigen Gruabn und dem an der Mur gelegenen Augarten zwei für den Klub bedeutsame Spielstätten der Vereinsgeschichte. Die 2. Mannschaft – offiziell: SK Sturm Graz II (ehemals: Sturm Amateure) – spielt mittlerweile im Solarstadion Gleisdorf. Die Frauenfußballabteilung des Vereins trägt die Heimspiele im eigenen Trainingszentrum in Messendorf aus. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Weiß. Die Grazer Brauerei Puntigam ist seit 1996 Hauptsponsor des Klubs. Er gehört mit seinen 20.400 Mitgliedern (Stand: 30. Juni 2025) zu den größeren Sportvereinen in Österreich.
Die statutenmäßige Gründung als Grazer Fußballclub „Sturm“ fand am 31. März 1912 um 10.00 Uhr im Hotel Goldene Birn statt, wobei die Gründungsmitglieder bereits seit 1. Mai 1909 den Spielbetrieb als lose Fußballmannschaft geführt hatten. Da ab Februar 1920 überdies unter anderem eine Leichtathletik- und Handballsektion geschaffen wurde, erfolgte im Jänner desselben Jahres die Umbenennung in Grazer Sportklub „Sturm“. Heute besteht nur mehr der ursprüngliche Fußballverein samt Amateurmannschaft und Jugend, der sich seit den 1950er-Jahren SK Sturm Graz nennt und meist nur mehr unter diesem Namen bekannt ist.
Größte Erfolge des Vereins sind der Gewinn der österreichischen Fußballmeisterschaft in den Saisonen 1997/98, 1998/99, 2010/11, 2023/24 und 2024/25. Internationale Bekanntheit erlangte der Klub vor allem durch die Teilnahmen an den Champions-League-Saisonen 1998/99, 1999/2000 und 2000/01. In der Saison 2000/01 gelang sensationell der Gruppensieg in Gruppe D mit 10 Punkten (vor Galatasaray Istanbul (9 Punkte), Glasgow Rangers (8 Punkte) und AS Monaco (7 Punkte)). Erst in der Saison 2021/22 gelang es einem anderen österreichischen Team (FC Red Bull Salzburg), eine Champions-League-Gruppenphase zu überstehen, ein Gruppensieg in der Königsklasse glückte jedoch bis zur Einführung des Systems der Ligaphase mit der Saison 2024/25 keinem anderen Verein aus Österreich.
Der Profispielbetrieb ist in die SK Sturm Sportbetriebe GmbH ausgegliedert, deren einzige Gesellschafterin die SK Sturm sales & communication GmbH ist, die wiederum eine hundertprozentige Tochter der vereinseigenen SK Sturm Wirtschaftsbetriebe GmbH ist.
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1909–1918 – Anfangsjahre
Der SK Sturm Graz wurde am 1. Mai 1909 im Gasthaus Schafzahl in der Grazer Pestalozzistraße als Grazer Fußballclub Sturm in unmittelbarer Nähe des Augartens gegründet. Der Legende nach soll jener Sturm, der am Gründungstag in Graz geherrscht haben soll, bei der Namensfindung des neuen Klubs Pate gestanden haben. Wahrscheinlich wurde der Name jedoch in Anlehnung an den damals renommierten tschechischen Klub DBC Sturm Prag gewählt, der am 18. und 19. April 1909 in Graz zu Gast war.
Anfangs war Sturm eine kleine Gemeinschaft von Schülern zwischen 16 und 18 Jahren. Der damalige Gymnasiast und allererste „Präsident“ des SK Sturm, Karl Assmann, erinnerte sich 1934 in einer Festzeitschrift an den Gründungstag:
Mit dem Einstieg von Arnold Schmidt, der bis dorthin Obmann der Grazer Sportvereinigung (GSV) war, kam erstmals ein Vereinsgeist auf, der, so Karl Assmann, aus jungen Sturm-Mannschaft den Grazer Fußballclub „Sturm“ schuf. Jene Versammlung, in der der Beitritt zum Deutsch-Alpenländischen Fußballverband, der Vorgänger des heutigen Steirischen Fußballverbandes, sowie die statutengerechte Vereinsgründung vorgenommen wurde, fand am 31. März 1912 auf Schmidts Initiative statt. Erster offizieller Obmann wurde Ing. Longin, erster Kapitän Franz Schönbacher, Arnold Schmidt wurde 1. Schriftführer, und der zu diesem Zeitpunkt studierende Assmann übernahm das Amt des 2. Schriftführers. Durch den Obmann der GSV konnte der Klub an Sonn- und Wochentagen auf dessen Platz trainieren, da noch kein eigener Sportplatz existierte.
Am 14. November 1909 fand bereits das erste, medial beachtete Spiel von Sturm statt, von dem tags darauf das Grazer Tagblatt von einer „überraschenden jungen Sturmmannschaft“ berichtete. Gegner war ein aus der zweiten und dritten Mannschaft kombiniertes GSV-Team; das Spiel endete mit einem 3:3-Unentschieden. Am 28. November 1909 verlor Sturm gegen GSV II mit 2:10.
Ab 1910 war der Platz der Sportvereinigung in der Fröhlichgasse die ständige Spielstätte von Sturm. Das erste Spiel gegen einen Nicht-Grazer Verein fand am Platz des 1902 gegründeten Grazer AK (GAK) in der Körösistraße statt. Gegner war Concordia Agram aus Zagreb, das damals noch Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war. Das hart umkämpfte Spiel gewann Sturm mit 2:1. Zahlreiche Partien, so gegen den GAK, Rapid Graz, den Klagenfurter AC oder Germania Graz, folgten.
1912/13 fand die erste (Amateur-)Meisterschaft des Deutsch-Alpenländischen Fußballverbandes statt. Die Teilnehmer waren Rapid Graz, Sturm Graz, die Grazer SV, die Amateure Graz sowie der Deutsche SK. Sturm gewann diese Meisterschaft mit drei Punkten Vorsprung vor Rapid Graz. Auch in der Saison 1913/14 konnte Sturm diese Meisterschaft gewinnen.
1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, konnte die junge Sturm-Mannschaft gegen den GAK ein 0:0 erzielen und wurde mit der Zuerkennung der Erstklassigkeit belohnt. Der Österreichische Fußball-Verband (ÖFV) [heute der Österreichische Fußballbund (ÖFB)] forderte jedoch ein Spiel gegen einen Wiener Profi-Verein, damit die Erstklassigkeit offizielle Gültigkeit bekommen kann. Der Ausbruch des Krieges verhinderte die Austragung dieses Spiels, sodass Sturm zweitklassig blieb. Zahlreiche Sturm-Spieler mussten 1914 in den Krieg ziehen und fielen. Die Grazer waren dennoch einer der wenigen Vereine, die während des Krieges den Spielbetrieb aufrechterhalten konnten. Mitgründer Arthur Longin, der nicht im Kriegseinsatz war, organisierte mit zahlreichen anderen die Spiele.
Die Grazer SV zerbrach rasch nach Kriegsbeginn, Spieler der Sportvereinigung wechselten daraufhin zu Sturm. Jedoch fehlte dem SK Sturm bald eine Spielstätte, da der GSV-Platz kriegsbedingt unbespielbar wurde.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 1 | Nils Donat | 0 | 0 |
| 24 | Jonas Kollar | 0 | 0 |
| 32 | Christoph Wiener-Pucher | 0 | 0 |
| 41 | Elias Lorenz | 0 | 0 |
| 99 | Nico Knezevic | 0 | 0 |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 2 | Smail Bakhty | 0 | 0 |
| 5 | Bastian Maierhofer | 0 | 0 |
| 6 | Gabriel Haider | 0 | 0 |
| 13 | Jonas Wolf | 0 | 0 |
| 15 | Elijah Roche | 0 | 0 |
| 35 | Niklas Geyrhofer | 0 | 0 |
| 99 | Kelechi Nnamdi | 0 | 0 |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 11 | Thomas Gurmann | 0 | 0 |
| 17 | Jonas Locker | 0 | 0 |
| 20 | Janne Gratzei | 0 | 0 |
| 21 | Mate Grgic | 0 | 0 |
| 22 | Jonas Petritsch | 0 | 0 |
| 31 | Barne Pernot | 0 | 0 |
| 33 | Wisler Lazarre | 0 | 0 |
| 40 | Julian Halwachs | 0 | 0 |
| 50 | Connor Honlein | 0 | 0 |
| 53 | Peter Moser | 0 | 0 |
| 60 | Jakob Ploner | 0 | 0 |
| 66 | Luca Morgenstern | 0 | 0 |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 9 | Niklas Lang | 0 | 0 |
| 12 | Jonas Peinhart | 0 | 0 |
| 47 | Richmond Osayantin | 0 | 0 |
| 52 | Dijon Shala | 0 | 0 |