Geschichte
Swindon Town (offiziell: Swindon Town Football Club) – auch bekannt als The Robins – ist ein englischer Fußballverein aus Swindon, der seine Heimspiele im County Ground austrägt.
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1879–1945
Der Verein wurde offiziell im Jahr 1879 gegründet. Im Jahr 1894 trat Swindon Town der neuen Southern League als Gründungsmitglied bei und spielte fortan dort bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
Mit Harold Fleming besaß der Klub zu dieser Zeit einen bemerkenswerten Spieler, der während seiner aktiven Laufbahn für Swindon Town zwischen 1907 und 1924 202 Tore in 332 Spielen schoss und neun Länderspiele für die englische Nationalmannschaft absolvierte. Noch heute erinnert in Swindon eine Statue sowie die nach ihm benannte Straße Fleming Way an den erfolgreichen Fußballer früherer Tage.
In der Saison 1909/10 erreichte Swindon Town das Halbfinale im FA Cup und verlor dort gegen Newcastle United, welche danach im Finale auch den FC Barnsley schlugen. Barnsley und Swindon wurden daraufhin zu einer Begegnung ins Pariser Prinzenparkstadion eingeladen, um dort den sogenannten Dubonnet Cup auszuspielen. Zwei Tore von Fleming sicherten Swindon den zentnerschweren Pokal.
Die darauffolgende Saison 1910/11 brachte die erste Meisterschaft in der Southern League für Swindon Town, nach der der Verein das Charity-Shield-Spiel gegen Manchester United, den amtierenden Meister aus der Football League, austragen durfte. In dem bis heute torreichsten Charity-Shield-Spiel in England unterlag Swindon am 25. September 1911 seinem Gegner mit 4:8. Nur ein Jahr später gelang Swindon Town erneut der Sprung ins Halbfinale des FA Cups, wo man im Wiederholungsspiel erneut Barnsley unterlag. Im Jahr 1914 wurde Swindon zum zweiten und letzten Mal Meister der Southern League.
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges trat Swindon 1920 der Football League als Gründungsmitglied der neuen Third Division bei und schlug im ersten Spiel Luton Town mit 9:1. Dieser Sieg ist bis heute Swindons bestes Resultat in einem Meisterschaftsspiel.
Nachdem 1921 die Third Division zu einer regionalen Third Division South worden war, setzte sich der Verein dort langfristig fest, wobei weder ein Aufstieg in die höhere Second Division gelang noch ein Abstieg hingenommen werden musste, obwohl man in den Jahren 1933, 1956 und 1957 nach sportlichen letzten bzw. vorletzten Plätzen um den Verbleib in der dritten Liga bitten musste.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein Großteil der Spieler in die Armee eingezogen und der County Ground als Kriegsgefangenenlager benutzt.
1945–1979
Die Nachkriegszeit war für Swindon von einem stetigen Aufenthalt in den unteren englischen Profiligen geprägt. Nachdem der Verein 1963 mit einem zweiten Platz erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Football League Second Division aufstieg, folgte zwei Jahre später der erneute Fall in die Drittklassigkeit. Dennoch verfügte der Verein mit Bert Head und Danny Williams über gute Trainer, und nach einem 3:1-Finalsieg gegen den FC Arsenal gewann Swindon Town 1969 mit dem englischen Ligapokal die erste und einzige wichtige Trophäe in der Vereinsgeschichte. Im gleichen Jahr gelang als Vizemeister hinter dem punktgleichen FC Watford die Rückkehr in die zweite Liga. Der zweifache Torschütze im Ligapokalendspiel Don Rogers war auch 1970 maßgeblich am 3:0-Sieg gegen den SSC Neapel im sogenannten „Anglo-Italian Cup“, einem englisch-italienischen Pokalwettbewerb, beteiligt. Auch den „Anglo-Italian League Cup“, in dem der englische Ligapokal- dem italienischen Coppa-Italia-Sieger gegenüberstand, gewann Swindon Town, als nach Hin- und Rückspiel der AS Rom mit insgesamt 5:3 besiegt wurde. Aus dieser Zeit stammt auch der Zuschauerrekord des Klubs: am 15. Januar 1972 kamen zum FA-Cup-Spiel gegen den FC Arsenal 32.000 Zuschauer.
1980–1991
Swindon Town erlebte 1982 mit dem Abstieg in die Fourth Division seinen Tiefpunkt und verblieb dort bis zum Aufstieg als Viertligameister im Jahr 1986. Es folgte der direkte Durchmarsch in die zweite Liga, als Swindon im Play-off zum Aufstieg zunächst Wigan Athletic und danach den FC Gillingham ausgeschaltet hatte. Der erfolgreiche Trainer Lou Macari verließ 1989 den Verein, um künftig West Ham United zu betreuen. Er wurde durch Osvaldo Ardiles ersetzt. In seiner ersten Saison gelang Ardiles mit einer technisch stark verbesserten Mannschaft über die Play-offs der sportliche Aufstieg in die First Division. Als Swindon Town jedoch einen 36-fachen Verstoß gegen das Regelwerk der Football League eingestehen musste, in deren Folge der Präsident Brian Hiller zu einer halbjährigen Haft- und Chefbuchhalter Vince Farrar zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurden, stufte der Verband Swindon in die dritte Liga zurück. Noch heute ist der Gesang Swindle Town (zu deutsch – to swindle: „schwindeln“) bei den gegnerischen Anhängern sehr beliebt. Anstelle von Swindon Town stieg der AFC Sunderland in die erste und die Tranmere Rovers in die zweite Liga auf. Nach einer erfolgreichen Berufung wendete Swindon den Abstieg in die Third Division dann doch noch ab und durfte an der Second Division teilnehmen. Die Saison 1990/91 gestaltete sich schwierig und der Verein musste um den Klassenverbleib fürchten. Nachdem Ardiles im März 1991 dann zu Tottenham Hotspur wechselte, verpflichtete der Klub mit dem international erfahrenen Glenn Hoddle einen 33-jährigen Spielertrainer, der die Mannschaft schnell aus der Abstiegszone führte.
1991–1999
Swindon entwickelte sich unter Hoddles Regentschaft positiv und verpasste 1992 die Teilnahme an den Ausscheidungsspielen nur knapp. Im Jahr 1993 gelang dann nach einem 4:3-Sieg gegen Leicester City im Play-off-Endspiel der erstmalige Aufstieg in die erste Liga, die seit 1992 Premier League heißt.
Hoddle wechselte im Sommer des gleichen Jahres zum FC Chelsea und sein vormaliger Co-Trainer John Gorman übernahm das Traineramt in Swindon. Der Verein konnte sich in der Premier League 1993/94, seiner einzigen Spielzeit in der obersten englischen Spielklasse, dem hohen Niveau nie richtig anpassen und stieg nach nur fünf Siegen direkt wieder ab. Die 100 Gegentore in dieser Saison bedeuteten bis zur Saison 2023/24 Negativrekord in der Premier League. Gorman wurde im November 1994 entlassen, nachdem der Verein auch in der zweiten Liga wieder in der unteren Tabellenhälfte zu finden war. Der 33-jährige ehemalige Mittelfeldspieler von Manchester City Steve McMahon übernahm das Traineramt, konnte aber trotz des Erreichens des Halbfinales im Ligapokal den zweiten Vereinsabstieg in Serie nicht verhindern. Der Verkauf des norwegischen Torjägers Jan Åge Fjørtoft zur Mitte der Saison an den FC Middlesbrough war dabei nach Meinung der Anhänger mitverantwortlich für diesen Niedergang.
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Kader
| # | Torhüter | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 1 | C. Ripley | ||
| 12 | Lewis Moore Ward | ||
| 37 | Charlie Summers |
| # | Abwehr | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 5 | S. Negru | ||
| 6 | J. Ball | ||
| 16 | S. Inwood | ||
| 17 | R. Tafazolli | ||
| 18 | J. Debayo | ||
| 21 | K. Majekodunmi | ||
| 33 | Joel McGregor | ||
| 34 | B. Kirkman | ||
| 38 | Lucas Griffiths-Brown | ||
| B. Head |
| # | Mittelfeld | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 2 | M. Clark | ||
| 7 | T. Nichols | ||
| 8 | O. Clarke | ||
| 9 | P. Glatzel | ||
| 18 | G. Kilkenny | ||
| 19 | J. Snowdon | ||
| 20 | B. Middlemas | ||
| 22 | J. Pearman | ||
| 24 | M. Virtue-Thick | ||
| 25 | J. Thomson | ||
| 26 | D. Butler | ||
| 27 | A. Munda | ||
| 42 | Josh Terry | ||
| 43 | Freddie Hoare |
| # | Sturm | Spiele | Tore |
|---|---|---|---|
| 14 | D. Butterworth | ||
| 15 | J. Hungbo | ||
| 23 | A. Drinan | ||
| 24 | F. Holman | ||
| 28 | O. Palmer | ||
| 29 | A. Hackford | ||
| 39 | L. Millard |